• Gelingende Integration in den sozialen Wohnungsbau als Ziel
  • Sport bringt Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammen
  • Wechselseitiger Respekt ist Grundvoraussetzung für friedliches Zusammenleben

In der siebten Sitzung des hessischen Asylkonvents standen heute die Themen „Unterbringung, Sport und Respekt“ im Mittelpunkt. Der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Boddenberg erklärte dazu:

„Hessen hat in der Flüchtlingsfrage entschlossen gehandelt. Die Integration der Menschen, die aus den unterschiedlichen Regionen und Kulturen der Welt zu uns gekommen sind, ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Der Asylkonvent von Ministerpräsident Volker Bouffier stellt hierfür die richtigen Weichen. In den Arbeitsgruppen werden Konzepte erarbeitet, damit Integration in unsere Gesellschaft gelingen kann. Heute haben wir die Schwerpunkte passender Wohnraum, Sport und respektvoller Umgang im Asylkonvent behandelt.

Für den sozialen Wohnungsbau stehen bis 2019 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon profitieren Geringverdiener, Familien, Menschen mit mittleren Einkommen, Flüchtlinge und Studierende gleichermaßen. Außerdem hat das Land dieses Jahr erneut für vier Millionen Euro Belegungsrechte erworben. So werden Sozialwohnungen, die aus der Bindung fallen würden, erhalten. Integration gelingt aber nicht durch „reine Flüchtlingswohnungen“, sondern durch eine Integration in den sozialen Wohnungsbau. Die Städtebauförderung wurde auf knapp 100 Millionen Euro aufgestockt, um auch ein entsprechendes Wohnumfeld zu schaffen.

Sport bringt Menschen zusammen. Er leistet deshalb auch bei der Integration von Flüchtlingen einen herausragenden Beitrag. Schnell und unbürokratisch haben Sportvereine auf die Flüchtlingssituation reagiert und Menschen in ihre Reihen integriert. Durch das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ werden sie vom Land unterstützt. Das im vergangenen Jahr gestartete Landesförderprogramm wird 2017 mit 2,7 Millionen Euro erneut aufgelegt und unterstützt Städte und Gemeinden mit einer pauschalen finanziellen Förderung bei der Anschaffung von Sportgeräten oder der Aufwandsentschädigung von Sport-Coaches und Trainern. Unterstützt werden können damit auch Sportvereine und Institutionen, die Sportangebote mit Flüchtlingen anbieten. Im letzten Jahr profitierten 246 hessische Gemeinden von dem Förderprogramm.

Respekt ist die Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben in unserem Land. Respekt zu zeigen, ist eine Aufforderung an alle Menschen in unserem Land: An die, die hier geboren sind und an die, die zu uns nach Hessen gekommen sind. Die Herkunft macht keinen Unterschied aus: Es müssen sich alle an die Grundlagen unserer Verfassung und die Grundsätze unseres Rechtsstaates halten. Das ist eine wesentliche Verabredung unserer Gesellschaft, um diese zusammenzuhalten. Die Respektkampagne der Landesregierung macht dies deutlich.“

Hintergrundinformationen:

Der Asylkonvent hat sich am 14. Oktober 2015 konstituiert. Ihm gehören mehr als 60 Spitzenvertreter aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen an. In insgesamt sieben Fachgruppen erarbeiten die Beteiligten Maßnahmen für die zentralen Themenfelder Bildung, Arbeitsmarkt, Sicherheit, Wohnen, Gesundheit, Ehrenamt und Integration. Die Facharbeitsgruppen ziehen bei Bedarf weitere Experten und Engagierte hinzu und erhalten fachliche Unterstützung durch Mitarbeiter des Landes.

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Michael Boddenberg

Fraktionsvorsitzender, Staatsminister für Bundesangelegenheiten a.D.

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