• High-Tech-Produkte für hohen Verbraucherschutz
  • Nachhaltige Wasserversorgung bleibt wichtige Aufgabe
  • Umweltbildung wirkt langfristig

Zur Sommerreise des gemeinsamen Arbeitskreises für Umweltpolitik erklärte der umweltpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Dirk Landau:

„Wir hatten eine spannende Reise, auf der wir gesehen haben, wie mit Fleiß, Kompetenz und Engagement in Hessen der Umweltschutz vorangebracht wird. Im südhessischen Raum haben wir High-Tech, Industrie und Umweltbildung und Ehrenamt erlebt.

Im Testzentrum Technik und Betriebsmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) haben wir gesehen, wie modernste Technik und höchste technische Kompetenz eingesetzt werden, um Landwirten valide Entscheidungsgrundlagen – zum Beispiel beim Kauf ihrer Landmaschinen – zu geben. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch bares Geld. Die Produktprüfungen der DLG sind auch für Verbraucherinnen und Verbraucher von hoher Bedeutung. Die DLG ist dabei ein wichtiges Puzzlestück im Gesamtsystem, mit dem wir unseren hohen Verbraucherschutzstandard gewährleisten.

Der anschließende Besuch beim ‚Wasserverband Hessisches Ried‘ in Biebesheim hat uns nochmals eindrücklich die vielfältigen Herausforderungen aufgezeigt, vor denen die Wasserversorgung in Hessen steht. Das etablierte System der Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried ist einzigartig – es ist das Herzstück einer nachhaltigen Wasserversorgung des Ballungsraums. Aber wir müssen auch über die Umweltfolgen dieses Systems im Auge behalten und die optimalen, effizienten und nachhaltigen Lösungen finden. Der Leitbildprozess der Landesregierung bietet hierfür den richtigen Rahmen.

Der Besuch des Naturschutzzentrums Bensheim hat uns erneut vor Augen geführt, wie wichtig Engagement, Ehrenamt und Beharrlichkeit Einzelner für unsere Umwelt sind. Hier ist dank des unermüdlichen Einsatzes einiger Bürger ein tolles Zentrum für wirklich nachhaltigen Umweltschutz entstanden – denn Umweltbildung und die Vermittlung des Wertes und der Bedeutung von ‚Natur‘ in all ihren Facetten an die Kleinsten ist der beste Weg, wirklich langfristig zu wirken. Mit welch hohem persönlichen Einsatz und sozialem Engagement dies hier – auch dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Bensheim und des Landkreis Bergstraße – gelebt wird, war beeindruckend.

Der Besuch der BRAIN AG in Zwingenberg hat gezeigt, dass auch der ländliche Raum bei uns in Hessen Wiege und Brutstätte großartiger Hightech-Lösungen sein kann. Das Biotech-Unternehmen arbeitet mit Mikroorganismen und Enzymen an beeindruckenden Lösungen für ganz vielfältige umweltpolitische Probleme unserer Zeit. Neue Verfahren zum biologischen Recycling, natürliche Ersatzsüßstoffe, CO2-Wiederverwertung durch natürliche Verfahren – die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten war bemerkenswert. Hier haben wir erlebt, dass es möglich ist, mit Mut, Kompetenz und Fleiß etwas aufzubauen, das das Potenzial hat, gleichzeitig ökonomischen Erfolg zu haben, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu generieren und dabei Lösungen mit höchstem umweltpolitischem Nutzen zu generieren.

Auch in der Pfungsstätter Brauerei wurde uns gezeigt, dass Wirtschaft und Produktion auch in den ländlichen Räumen Hessens funktioniert. Hier treffen sich Tradition und Moderne – so wird hier ein tolles Produkt ‚aus Hessen‘ hergestellt und weltweit vermarktet. Der Einsatz regionaler Produkte und enge Wertschöpfungsketten werden hier vorgelebt.

„Den Abschluss der Reise bildete ein beeindruckender Besuch in einem Gabbro-Steinbruch der MHI Gruppe in Groß-Bieberau. Der Rohstoffabbau und -produktion und sowie geschlossene Wertstoffketten sind wesentliche Faktoren für die Bereitstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur und damit der wirtschaftlichen Stabilität Hessens. Hier werden mit modernster Technik und hoher Kompetenz die Rohstoffe gewonnen, die wir für den Erhalt und Ausbau der Lebensadern der hessischen Wirtschaft, ob Schiene, Straße oder Flughafen, unsere Infrastruktur benötigen werden. Wir müssen unsere vorhandenen Rohstoffpotenziale planerisch sichern, aber auch effizient und nachhaltig nutzen, denn so decken wir unseren hessischen Baustoffbedarf auch in Zukunft mit kurzen Lieferwegen und damit sowohl ökonomisch als auch ökologisch maximal effizient. Beeindruckend war zudem die gute Zusammenarbeit der MHI Gruppe mit dem NABU, die zeigt, wie mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen, bereits mit kleinen Maßnahmen ein eigentlich industrieller Produktionsstandort zu einem wichtigen Faktor für Artenschutz und Arterhalt in Hessen werden kann.“

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