• Jagdzeiten sind Ergebnis eines umfassenden Abwägungsprozesses
  • Schonzeit des Waschbären dient dem Elterntierschutz
  • Bekämpfung des Kormoran bei drohenden Schäden möglich

Zur Debatte um die Bejagung von Waschbär und Kormoran erklärte der umweltpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dirk Landau:

„Jagd und Fischerei sind in Hessen wichtige Kulturgüter. Die Jäger und Fischer leisten eine wichtige Arbeit für unsere Umwelt und die ganze Gesellschaft. Deshalb ist uns an guten und praxistauglichen Rahmenbedingungen für Jagd und Fischerei gelegen.

Gerade über die Jagd- und Schonzeiten des Waschbären gibt es seit Verabschiedung der neuen Jagdverordnung Diskussionen und auch eine Unzufriedenheit in der Jägerschaft, die wir nachvollziehen können. Wir haben uns in der Jagdverordnung im Zuge eines Gesamtkompromisses und unter Abwägung verschiedener Interessen und wildbiologischer Erkenntnisse dazu entschieden, den bundesgesetzlich geregelten Elterntierschutz zu konkretisieren und eine Schonzeit für den Waschbär einzuführen. Um diese Regelung handhabbar zu machen, wurden Regeln für den Umgang in befriedeten Bezirken und in naturschutzfachlich besonders sensiblen Bereichen getroffen, so dass Schäden durch den Waschbär eingedämmt werden. Zudem wird an einer umfassenden Strategie zum Umgang mit allen invasiven Arten in Hessen gearbeitet.

Bei der Bekämpfung des Kormorans gibt es keine neue Sachlage. Wir haben einen Mechanismus, den Kormoran an Schwerpunkten und zur Vermeidung wirtschaftlicher Schäden – zum Beispiel für die Fischerei – auch zu bejagen und abzuschießen. Aus Gründen des Artenschutzes wird es aber zunächst keine generelle Jagdfreigabe geben können.

Wenn man, wie bei der Jagd und der Fischerei, verschiedene Interessen zusammenbringen muss, sind immer auch Kompromisse nötig, die nicht alle Interessengruppen vollständig zufriedenstellen. Als Union werden wir uns aber auch in Zukunft dafür einsetzen, dass die gute Ausbildung und die vielfältigen Leistungen von Jägern und Fischern bei der Abwägung von Interessen besondere Berücksichtigung finden.“

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