Als "völlige Tatsachenverdrehung" bezeichnete die tierschutzpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Judith Lannert, die heutigen Einlassungen der Grünen zur Legehennenhaltung. "Im April 2007 haben Bundesregierung und die Bundesländer festgelegt, dass die herkömmliche Käfighaltung bis Ende 2009 abgeschafft wird. Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde gleichzeitig geregelt, dass die Kleingruppenhaltung als Tierschutzkonform eingestuft wurde und damit in Deutschland als zusätzlicher Haltungsform neben der Boden- und Freilandhaltung sowie der ökologischen Erzeugung zugelassen wird", informierte die CDU-Politikern.

Augenscheinlich gehe es den Grünen lediglich darum, solche wissenschaftlichen Erkenntnisse zu ignorieren und an ihren "ideologischen Scheuklappen" festzuhalten: "Tierschutz ist nicht nur auf die Bewegungsfreiheit zu reduzieren, sondern muss auch das Wohlbefinden der Tiere im Hinblick auf Tiergesundheit und Tierverhalten gleichfalls mit berücksichtigen. Wie in mehrjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen bewiesen werden konnte, tragen die nunmehr in Deutschland zugelassenen Haltungsverfahren allesamt dem Staatsziel Tierschutz Rechnung und übertreffen gleichzeitig die europäischen Vorgaben bei weitem", so die CDU-Politikerin.
Im Übrigen sei es ein "beachtenswerter Vorgang", wenn gerade der SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck in seiner Eigenschaft als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident diese Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat und diese gegen die Bundesregierung richtet, in der seine eigene Partei als Koalitionspartner beteiligt ist, gab Lannert abschließend zu bedenken.

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