„Die Verkehrssicherheit hat absolute Priorität. Wir werden daher die Ergebnisse der in einigen anderen Bundesländern durchgeführten Modellprojekte beobachten und die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen“, erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete Judith Lannert im heutigen Plenum die Forderung der FDP nach einem Führerscheinerwerb ab dem 17. Lebensjahr.

„Erst vor kurzem hat der Bundesrat der Schaffung einer bundesrechtlichen Grundlage zur Durchführung der Modellprojekte zugestimmt. Erst jetzt bestehen daher die Voraussetzungen für den Bund, bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen zur Durchführung des Begleiteten Fahrens ab 17 zu schaffen“, so Lannert weiter. Bereits jetzt euphorisch den Führerschein ab 17 zu fordern „ist in dieser Phase eindeutig ein Schnellschuss, der im Ernstfall Leib und Leben gefährdet“.

„Viele Argumente sprechen noch gegen den Führerschein ab 17", so die CDU-Abgeordnete weiter. Fahranfänger würden bereits ab dem 16. Lebensjahr mit der Fahrausbildung beginnen können. „Insbesondere in diesem Alter neigen die Jugendlichen zu einem großen Teil zur Selbstüberschätzung und lassen das nötige Urteilsvermögen in brenzligen Situationen vermissen.“ Außerdem muss die im Modell vorgesehene Begleitperson zahlreiche Anforderungen erfüllen. Dies würde umfangreiche Kontrollen nach sich ziehen. Auch versicherungstechnische Fragen im Schadensfall sind noch nicht zufrieden stellend geklärt.
„Bis zur Abwägung dieser Argumente bleibt es im Sinne der Sicherheit beim Führerschein ab 18 in Hessen“, so Judith Lannert abschließend.
 

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