• Kinder sollen unter Bedingungen aufwachsen, die individuelle Möglichkeiten und Fähigkeiten fördern

  • Landesregierung unternimmt schon heute vielfältige Anstrengungen zur Vermeidung bzw. Überwindung von Kinder-/Jugendarmut

  • Ziel des 2. Hessischen Landessozialberichtes ist es, für weitere Verbesserungen zu sorgen und Handlungsoptionen vorzulegen

Anlässlich des aktuellen Setzpunktes der Linken betreffend für einen Aktionsplan gegen Kinderarmut erklärte die kinderpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Claudia Ravensburg:

„Die meisten Kinder in Hessen wachsen dank ihrer Eltern sowie Unterstützung durch die Gemeinschaft in einer Umgebung auf, die ihnen gute Chancen für ihr Leben eröffnet. Leider gibt es auch eine zu große Zahl von Kindern, die in relativer Armut mit materieller und seelischer Armut – oft verbunden mit gesundheitlichen Problemen – leben müssen. Ihnen eine Unterstützung zu geben, sehen wir als unsere Verpflichtung.
Kinder und Jugendliche in Hessen sollen nämlich unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen haben. Die CDU setzt sich dafür ein, dass jedes Kind unter Bedingungen aufwachsen kann, die seine individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten fördern. Die Bekämpfung der Kinderarmut, die mit Familienarmut einhergeht, ist daher für die schwarz-grüne Landesregierung ein wichtiges Anliegen. In diesem Sinne widmet sich auch der 2. Hessische Landessozialbericht diesem Schwerpunktthema, welcher im Herbst 2017 vorgelegt werden wird.

Durch eine differenzierte soziodemografische und regionalisierte Betrachtung gibt er Auskunft über die Vielfalt und auch Verschiedenartigkeit sozialer Problemlagen. Neben der Fortführung der bewährten sozialpolitischen Maßnahmen der Landesregierung, vor allem im Bereich der Bildungs-, Familien-, Arbeitsmarkt- und Wohnraumpolitik, wird es in Zukunft eines über den vorliegenden Antrag hinausgehenden Handlungsprogramms gegen Kinderarmut bedürfen, das soziodemografische, typusbezogene, regionale und lokale Aspekte gezielt berücksichtigt.

Unabhängig davon unternimmt die Landesregierung schon heute vielfältige Anstrengungen, um Kinder- und Jugendarmut mit ihren Folgen zu vermeiden. So baut Hessen beispielsweise seit Jahren das Betreuungsangebot für Kinder unter 3 Jahren aus und setzt mit dem Bildungs- und Erziehungsplan bildungspolitische Standards, mit deren Hilfe die Entwicklung des Kindes frühzeitig gefördert und seine Kompetenzen gestärkt werden. Auf diese Weise leisten wir auch einen unterstützenden Beitrag für die Eltern, damit diese Familie und Beruf vereinbaren können. Zu den vielfältigen Maßnahmen der hessischen Sozialpolitik gehört darüber hinaus der flächendeckende Ausbau der Familienzentren als Anlauf- und Beratungsstellen für alle Familien und das Angebot der Familienkarte. Des Weiteren die Ausweitung des Pakts für den Nachmittag, die Förderung von Ganztagsschulen und die Lehrerzuweisung nach Sozialindex, damit alle Kinder in Schulen gefördert werden. Zu nennen ist ferner die gezielte Unterstützung von jungen Beschäftigten durch engmaschige Ausbildungsprogramme, die Förderung vielfältiger Maßnahmen und Programme zur aktiven Teilhabe am Arbeitsmarkt, die nachhaltige Finanzierung der sozialen Hilfen in den Kommunen wie etwa die Schuldnerberatung und die Förderung des sozialen Wohnungsbaus für bedürftige Bevölkerungsgruppen sowie Studierende und Menschen mit mittleren Einkommen. Außerdem unterstützt die Landesregierung mit Programmen wie ´Sport für alle Kinder´ einkommensschwache Familien, damit deren Kinder am Vereinssport teilnehmen können.

Wir setzten folglich auf eine Politik der Stärkung von Familien, damit sie selbstverantwortlich handeln können. Doch nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte. Deshalb erwarten wir vom nächsten Landessozialbericht detaillierte Hinweise darauf, wo die Ursachen von Kinderarmut liegen und welche weiteren Handlungsoptionen wir für unsere künftige politische Arbeit in Hessen haben.“

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