„Zusammenfassung, Vereinfachung und Entbürokratisierung“, fasste Abgeordneter der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Klaus Peter Möller, den Gesetzentwurf der Landesregierung für ein Friedhofs- und Bestattungsgesetz zusammen. „Wir stärken mit diesem Gesetz die Entscheidungsmöglichkeiten der Kommunen. Diese können mit dem neuen Gesetz dann besser auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten vor Ort reagieren. Das stärkt auch die religiösen Glaubensgemeinschaften in den Kommunen“, führte Möller aus.

Mit beispielsweise der Möglichkeit zu Baumbestattungen baue man „die Brücke zwischen christlich-abendländischen Bestattungstraditionen hin zu neuen Bestattungsformen“, erklärte der CDU-Politiker. Allerdings müsse der Bereich der Baumbestattung „deutlich erkennbar“ sein, das heißt wie auch immer „eingefriedet“ werden. „Das Gesetz ist bewusst offen und trägt den Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung. Das Friedhofs- und Bestattungswesen ist endlich auch im 21. Jahrhundert angekommen“, so Möller.

Überblick:

Bislang ist dieser Rechtsbereich in je zwei Gesetzen und Rechtsverordnungen geregelt, darüber hinaus gibt es verschiedene Rechtsverordnungen - nunmehr soll es nur noch ein Gesetz geben.

Der Wegfall von detaillierten Regelungen über die Feststellung des Willens des Verstorbenen über die Bestattungsart vereinfachen die Beerdigungsvorbereitungen und nehmen so den Hinterbliebenen eine zum Teil unangenehme Last.

Der Wegfall von besonderen Aufzeichnungspflichten im Fall der Feuerbestattung trägt zur Entbürokratisierung des Verfahrens bei.

Darüber hinaus entfallen verschiedene Genehmigungs- und Erlaubnisvorbehalte – wie etwa die Genehmigung der Feuerbestattung – und das Verfahren wird so vereinfacht.

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