• Korrektes Schreiben und sinnerfassendes Lesen in der Bildungssprache Deutsch sind Schlüsselkompetenzen schulischer Bildung
  • Erlernen der manuellen Schreibschrift muss Vorrang gegenüber dem Bedienen der Tastatur auf Smartphone und PC haben
  • Pädagogisch zweifelhafte Konzepte wie „Schreiben nach Gehör“ erschweren erfolgreiche Schul- und Berufskarrieren

Anlässlich der heutigen Plenardebatte über den Antrag der Fraktionen von CDU und GRÜNEN betreffend Stärkung der Bildungssprache Deutsch erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Auch im digitalen Zeitalter ist und bleibt die analoge Bildung nach wie vor die elementare Grundvoraussetzung für alle weiteren schulischen Entwicklungsschritte. Als Schlüsselkompetenz kommt dem Lesen und Schreiben in der Amts-, Verkehrs- und Bildungssprache Deutsch dabei eine überragende Bedeutung zu: Nur wer sich in der deutschen Sprache korrekt auszudrücken und entsprechende Texte sinnerfassend zu lesen versteht, erhält Zugang zu den erforderlichen Wissens- und Informationsgrundlagen und damit zu Bildungschancen und erfolgreichen Berufs- und Lebensperspektiven. Das Erlernen des Lesens und Schreibens ist somit eine der wichtigsten Aufgaben der Grundschule und bedarf einer permanenten Schwerpunktsetzung auf die nachhaltige und wirkungsvolle Stärkung der Lese- und Schreibkompetenzen.

Die Landesregierung hat daher bereits im Jahr 2003 die Förderung von Kindern in den Bereichen Lesen und Rechtschreibung als obligatorischen Schwerpunkt für jede Schule verankert. Die Schulen sind zudem verpflichtet, jeweils ein Förderkonzept im Bereich Lesen und Rechtschreibung zu entwickeln und Förderpläne für besonders förderbedürftige Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Mit einer ganzen Reihe weiterer Maßnahmen soll nun der außerordentlich bedenklichen Entwicklungen im alltäglichen Gebrauch von Sprache und Schrift entgegengewirkt werden. Neben einer entsprechenden Schwerpunktsetzung in der Lehreraus- und -fortbildung sowie einem stärkeren Augenmerk auf sprachliche und insbesondere orthographische Kompetenzen in den Bildungsstandards und Kerncurricula soll überdies geprüft werden, ob durch die Festlegung eines Grundwortschatzes die Rechtschreibsicherheit weiter gefördert werden kann.

Insbesondere werden wir jedoch als CDU-Fraktion auch weiterhin nachdrücklich dafür eintreten, dass die Schreibschrift an den hessischen Grundschulen nicht zugunsten einer Grundschrift oder ausschließlichen Konzentration auf die PC-Tastatur vernachlässigt oder aufgegeben wird. Das Schreiben mit der Hand fördert Studien zufolge nicht nur die Ausbildung motorischer Fähigkeiten, sondern resultiert durch die bewusstere Verarbeitung von Informationen auch in einer Steigerung der Konzentrations- und der kognitiven Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus gilt es in der schulischen Praxis zu verhindern, dass Grundschulkindern ihre Bildungskarrieren mit pädagogisch sinnentleerten Lernkonzepten aus dem reformpädagogischen Gruselkabinett wie der von sozialdemokratischen Landesregierungen forcierten Methode ‚Schreiben nach Gehör‘ verbaut werden.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

armin.schwarz

Armin Schwarz

Bildungspolitischer Sprecher

Kontakt für Rückfragen