• Mit Bund zusammen schnelle und unbürokratische Hilfen für unsere Landwirte
  • Liquiditätshilfen und Klimaanpassungsmaßnahmen mit Landesgeld unterstützen
  • Engagierter Klimaschutz bleibt ökonomisch und ökologisch richtig

Zur heutigen Veröffentlichung von Hilfen für Landwirte, die unter der anhaltenden Trockenheit gelitten haben, und der zugehörigen Plenardebatte zur Extremtrockenheit der vergangenen Wochen erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dirk Landau:

„Der heute vorgestellte 9-Punkte-Plan der Landesregierung zur Unterstützung der trockenheitsgeplagten Bauern in Hessen ist richtig und wichtig. Er ist ein starkes Signal, dass wir an der Seite unserer Bauern stehen. Wir wollen mit dem Bund zusammen Lösungen für eine Entschädigungsleistung anbieten. Besonders betroffenen Betrieben müssen wir helfen, sonst gehen diese Betriebe verloren – mit langfristigen Folgen für die ganze Gesellschaft.

Mit der Bereitstellung von zehn Millionen Euro aus Landesmitteln als echte Unterstützungszahlungen für besonders betroffene Betriebe tragen wir der besonderen Bedeutung der Landwirtschaft für unser Land Rechnung. Gemeinsam mit dem Bund wollen wir so kurzfristig Liquiditätshilfen bis zu 20 Millionen Euro für die besonders betroffenen Landwirte bereitstellen. Als Land wollen wir unseren Landwirten – neben den Finanzhilfen - auch rechtlich und organisatorisch unterstützen. Das soll schnell, unbürokratisch und praktisch geschehen, damit die Tiere Futter bekommen und die Landwirte ihre Arbeit fortsetzen können. Es werden alle verfügbaren Ressourcen genutzt, um fehlendes Futter zu ersetzen. Brachen und Zwischenfrüchte dürfen unbürokratisch im Sinne von Landwirt und Tier genutzt werden – auch in den Biobetrieben. Und auch steuerrechtlich helfen wir den betroffenen Betrieben.

Ergänzend zu den Liquiditätshilfen und unmittelbaren Hilfen unterstützen wir die Landwirte dabei, sich Schritt für Schritt an geänderte Klimabedingungen anzupassen. Das Klima ändert sich und Landwirte müssen in besonderer Weise damit zurechtkommen. Dafür braucht es neue und angepasste Pflanzensorten und landwirtschaftliche Bewirtschaftungen der Felder. Ergänzend braucht es bessere Versicherungslösungen. Auch hierfür stellen wir eine Million Euro zusätzliche Mittel bereit, um Maßnahmen schnell anstoßen zu können.

Wir wollen den Landwirten helfen, sich auf neue Herausforderungen einzustellen. Forschung und Entwicklung in diesem Bereich sind in Hessen führend. Die nötigen Investitionen in den Betrieben wollen wir unterstützen. All das haben wir schon im Klimaschutzplan festgelegt. Aus den aktuellen Erfahrungen wollen wir diese Maßnahmen noch schneller und mit größerem Einsatz vorantreiben, damit jeder Bauer die Chance hat, langfristig hier bei uns in Hessen eine moderne und zukunftsfähige Landwirtschaft zu betrieben.

Die Landwirtschaft in Hessen ist für die gesamte Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Wir wollen die vielfältige Landwirtschaftsstruktur und die familiengeführten Betriebe erhalten, weil sie enorme Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Betrieben, die ohne ihr Verschulden in Existenznöte gekommen sind, wollen wir helfen. Extremwetterphasen wie in diesem Sommer bringen große Risiken und Schäden, die zum Gebot der ökonomischen Vernunft werden lassen, engagiert gegen die Erderwärmung vorzugehen. Aktuell sind die Bauern in Hessen besonders in Mitleidenschaft genommen. Sie sind wie kein anderer Berufszweig vom Wetter abhängig.

Das Beispiel der Landwirte zeigt auch, dass es ökologisch und ökonomisch richtig ist, dass Hessen seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Wir haben eine Verantwortung im Rahmen des internationalen und europäischen Klimaschutzes. Hessen kommt dieser Verantwortung nach. Wir haben den Klimaschutzplan beschlossen und setzen diesen engagiert um, indem wir 140 Maßnahmen in Höhe von 140 Millionen Euro hinterlegt haben. Wir werden uns auch weiterhin engagiert für Klimaschutz einsetzen.“

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