• Erweiterung der Schienenkapazitäten in ganz Deutschland hängt wesentlich von einer leistungsfähigen Infrastruktur in Hessen ab
  • Zwölf Großprojekte im Umfang von rund zwölf Milliarden Euro enormer Schub für die Mobilität auf der Schiene
  • Beschluss des Bundesverkehrswegeplan 2030 und grundsätzliche Einigung zur Fortführung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes sichern die Finanzierung wichtiger Infrastrukturprojekte in Hessen

Das Schienennetz für den Nah- und Fernverkehr in Hessen wird bis zum Jahr 2030 mit einer Rekordsumme ausgebaut. Insgesamt fließen in zwölf Großprojekte rund zwölf Milliarden Euro. Die genaueren Planungen hierzu wurden heute im Beisein von Prof. Dirk Rompf, dem für Großprojekte verantwortlichen Vorstand der DB Netz AG, vorgestellt. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ulrich Caspar, erklärte dazu:

„Hessen liegt im Herzen Deutschlands und Europas: Am Hauptbahnhof Frankfurt fahren pro Tag über 1.800 Züge des Fern- und Nahverkehrs. Rund 450.000 Besucher und Reisende halten sich täglich dort auf. Für die dringend notwendige Erweiterung der Schienenkapazitäten in ganz Deutschland sind daher der Knoten Frankfurt und die Zulaufstrecken in den Korridoren nach Fulda und Mannheim von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig ist der Schienenpersonennahverkehr zentraler Pfeiler für die Mobilität insbesondere im Rhein-Main-Gebiet. Ohne die Regionalbahnen, die S- und U-Bahnen würde morgens und abends im Berufsverkehr der Verkehrsinfarkt drohen. Weitere Zuwächse bei den Fahrgastzahlen in S-Bahnen, Regional- und Fernzügen in Hessen sind jedoch mit der bisherigen Infrastruktur kaum zu bewältigen.

Die heute vorgestellten Planungen mit 12 Milliarden Euro für 12 Großprojekte in Hessen sind daher ein enormer Schub für die Mobilität auf der Schiene. Die Realisierung zentraler Vorhaben, die teilweise bereits seit Jahrzehnten diskutiert werden, sorgt für mehr Pünktlichkeit auf allen Ebenen, wenn Fernzüge, Güterzüge und Regionalzüge entzerrt werden und nicht länger aufeinander warten müssen. Fahrtzeitverkürzungen bei den Ausbauvorhaben führen zudem häufig zu weiteren Kapazitätssteigerungen. Es können also teils deutlich mehr Züge als bislang auf den Strecken fahren. Schließlich profitiert die hessische Wirtschaft auch vom Ausbau der Infrastruktur des Güterverkehrs.

Beim Ausbau setzen Land und Bahn gemeinsam darauf, die Bürger eng in den Planungsprozess einzubinden, die einzelnen Phasen transparent zu gestalten und die Störungen und Verzögerungen durch Baustellen so gering wie möglich zu halten.

Der neue Bundesverkehrswegeplan 2030 und die grundsätzliche Einigung auf eine Fortführung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes über das Jahr 2019 hinaus gewährleisten, dass für die zentralen Infrastrukturprojekte in Hessen auch ausreichend Mittel vorhanden sind. Dies umfasst beispielsweise die Projekte „Gateway Gardens“, den Ausbau der S 6 mit systemeigenen Gleisen und die Planung der Nordmainischen S-Bahn. Hessen ist dabei ein starker Partner der DB AG: Für den ersten Bauabschnitt der S 6 von Frankfurt/West bis Bad Vilbel wird die Kofinanzierung durch das Land rund 70 Millionen Euro betragen. Hinzu kommen die vom Land getragenen Planungskosten. Am Projekt „Gateway Gardens“ beteiligt sich Hessen mit rund 30 Millionen Euro. Dieses Vorhaben ist dabei nicht nur für den ÖPNV wichtig, sondern trägt zur Leistungsfähigkeit des gesamten Schienennetzes im Rhein-Main-Gebiet bei. Unser Engagement beweist, dass für uns eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur eine Top-Priorität ist.“

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ulrich.caspar

Ulrich Caspar

Sprecher für Verkehrspolitik, Baurecht, Wohnungspolitik, Finanzplatz Frankfurt, Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung

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