Eine Auflösung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) steht für die CDU-Landtags­fraktion nicht zur Debatte. „Es geht nicht um die Auflösung des LWV, sondern um seine Modernisierung.“ Ziel sei es, den LWV fit für die Zukunft zu machen. Mit dieser Klarstellung reagierte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfrak­tion, Frank Gotthardt, auf die heutige Demonstration anlässlich der Verbands­versammlung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) in Kassel. Den SPD-Vertretern im LWV gehe es nicht so sehr um die Sache. Sie habe es nicht umwunden, dass sie sie künftig den LWV-Direktorenposten nicht wieder besetzen könne. Darin seien sich CDU wie Grüne im LWV einig.

Wie Gotthardt berichtete, arbeite derzeit eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des LWV und der kommunalen Spitzenverbände unter Moderation des Sozialministeriums an Möglichkeiten der Modernisierung. Hintergrund der Diskussion sind die weiter steigen­den Zahlen von Menschen mit Behinderungen und die damit verbundenen steigenden Aufwendungen, die von den Kommunen aufzubringen seien.
CDU-Fraktionsgeschäftsführer Gotthardt  betonte aus Sicht des Landes sei es wichtig, gleichwertige Bedingungen für Menschen mit Behinderungen in Hessen zu gewähr­leisten. Ebenso dürfe eine Reform des LWV nicht mit einem Verlust von Arbeitsplätzen in Kassel verbunden sein. „Die Zukunft der Einrichtungen des LWV, insbesondere der Kliniken, ist nicht Gegenstand der Diskussion in der Arbeitsgruppe. Hierzu müsste der LWV Entscheidungen in eigener Verantwortung treffen."
 

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