„Der Sitz der gemeinsamen Börsen-Holding nach einer möglichen Fusion der Deutschen Börse AG und der London Stock Exchange Group muss Frankfurt sein. Unser Ziel ist es, den Finanzplatz Frankfurt und die Fortentwicklung der Deutschen Börse AG im internationalen Wettbewerb zu stärken. Deshalb muss eine Lösung gefunden werden, die langfristig die Vielzahl hochqualifizierter Arbeitsplätze bei der Deutschen Börse AG am Standort Frankfurt/Eschborn sichert, die Fortentwicklung der öffentlich-rechtlichen Börsen sicherstellt und gleichzeitig den Finanzplatz international noch konkurrenzfähiger werden lässt. Als CDU werden wir um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Wir werden genau im Auge behalten, welche Folgen die mögliche Fusion für die Frankfurter Wertpapierbörse, die Eurex und den Finanzplatz Frankfurt haben wird. Die Deutsche Börse AG tut gut daran, genau zu überlegen, durch welche weiteren Maßnahmen hier vorhandenen Bedenken begegnet werden kann“, reagierte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, auf Medienberichte, wonach das Management aktuell davon ausgeht, dass an beiden Standorten zusammen insgesamt 700 Stellen abgebaut werden müssten, um das mittelfristige Ziel von 450 Millionen Euro jährlichen Kosteneinsparungen zu erreichen.

 

„Auch der Zeitpunkt einer möglichen Fusion wird über ihren Erfolg entscheiden, denn wenn Großbritannien in diesem Monat tatsächlich für einen Austritt aus der Europäischen Union stimmt, werden sich auch erhebliche Folgen für die Position und das Verhältnis der beiden Börsenplätze zueinander ergeben. Unabhängig vom Ausgang der britischen Entscheidung bleibt es dabei, dass der Hauptsitz angesichts der Mehrheitsverhältnisse in Frankfurt bleiben muss“, so Boddenberg.

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Michael Boddenberg

Fraktionsvorsitzender, Staatsminister für Bundesangelegenheiten a.D.

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