• Sorgen und Bedenken der Beschäftigten beim Betreiberwechsel ernstnehmen
  • Neuer Bodenabfertiger hat die Bereitschaft zur Übernahme der Beschäftigten auf Grundlage des ausgehandelten Tarifvertrages erklärt
  • Vergabeentscheidung erfolgte nach transparenten Grundsätzen
  • Freude, dass Hessisches Unternehmen im Wettbewerb erfolgreich war

Anfang Juli 2017 hat das Hessische Verkehrsministerium die Entscheidung im Auswahlverfahren für einen zweiten Bodenabfertiger neben der Fraport AG am Flughafen Frankfurt/Main bekanntgegeben: Voraussichtlich ab dem 1. November 2017 wird die WISAG Aviation Service Holding GmbH für die Dauer von sieben Jahren Bodenverkehrsdienstleistungen für Fluggesellschaften anbieten. Der hierdurch eintretende Betreiberwechsel war Gegenstand der heutigen Plenardebatte im Hessischen Landtag. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Heiko Kasseckert, erklärte dazu:

„Die Kapazitätsausweitung durch die Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn im Jahr 2011 sowie die Ansprüche an die Abfertigung vor allem in den Nachtrandstunden haben die Anforderungen an Dienstleistungen wie das Beladen, Betanken und Reinigen von Flugzeugen nochmals erheblich gesteigert, auch in zeitlicher Hinsicht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich gewährleisten Qualität, Verlässlichkeit und Sicherheit für die Passagiere und sorgen für eine pünktliche Abwicklung. Es ist eine durchweg fordernde und anstrengende Arbeit, die unseren Respekt und unseren Einsatz für gute Arbeitsbedingungen verlangt.

Die Vergabeentscheidung führt verständlicherweise zur Verunsicherung bei den bisherigen Beschäftigten. Diese Sorgen nehmen wir ernst. Insofern begrüßen wir ausdrücklich, dass die WISAG Aviation Service Holding GmbH mit Sitz in Frankfurt schon früh erklärt hat, sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des bisherigen Dienstleisters übernehmen zu wollen, sofern diese zustimmen. Der von der Acciona mit der Gewerkschaft Ver.di im März 2017 ausgehandelte Tarifabschluss stellt hierfür die Grundlage dar. Wir sind sicher, dass die WISAG diese Zusagen einhalten wird. Sie ist schon aus eigenem Interesse auf qualifizierte und erfahrene Arbeitnehmer angewiesen, um die geforderte Qualität zu gewährleisten. Aber offenkundig ist der Linken einmal mehr daran gelegen, ihr politisches Süppchen mit dem Schüren von Ängsten bei den Beschäftigten am Kochen zu halten.

Eine EU-Verordnung schreibt vor, dass es an großen Flughäfen mindestens zwei verschiedene Anbieter geben muss, unter denen die Luftfahrtunternehmen wählen können. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat die geforderte Auswahlentscheidung an den gesetzlichen Entscheidungskriterien ausgerichtet und ein faires und rechtsstaatliches Verfahren gewährleistet. Die zugrundeliegenden Kriterien wurden dabei gegenüber allen Teilnehmern des Auswahlverfahrens ausreichend transparent gemacht.“ Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU freut sich abschließend, dass es einem Hessischen Unternehmen gelungen ist, den Wettbewerb erfolgreich für sich zu entscheiden.“

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Heiko Kasseckert

Wirtschaftspolitischer Sprecher

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