Die Ende vergangenen Jahres begründete Kooperation der drei mittelhessischen Hochschulen – der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen – war heute Gegenstand der Plenardebatte im Hessischen Landtag. Zu den Eckpunkten und der Ausrichtung dieser wegweisenden Kooperation hatten die Regierungsfraktionen einen eigenen Antrag eingebracht (Drs. 19/4346). Der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, Andreas Hofmeister, erklärte dazu:

„Mittelhessen genießt als Region mit exzellenter Forschung und Lehre einen guten Ruf. Die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg sowie die Technische Hochschule Mittelhessen verfügen als Forschungsstätten in dieser Wissenschaftsregion jeweils über unterschiedliche Stärken und Potenziale, die vielfältige Berührungspunkte aufweisen. Aus der Zusammenarbeit der drei Hochschulen können sich daher enorme Vorteile für Lehre und Forschung an den drei Standorten ergeben.

Ziel des Ende vergangenen Jahres ins Leben gerufenen „Forschungscampus Mittelhessen“ ist daher ausdrücklich die Stärkung der Spitzenforschung in der Region. Mit dem neuen Forschungscampus wollen die Hochschulen ihre Zusammenarbeit untereinander sowie mit außeruniversitären Einrichtungen der Region weiter stärken. Kernstück ist der gemeinsame Auf- und Ausbau ausgewählter Forschungsfelder und deren stabile Verankerung in der Spitzenforschung. Dazu gehören u. a. Psychologie und Neurowissenschaften, Mikrobiologie und Virologie, Lungen- und Infektionsforschung sowie Geschichts- und Regionalwissenschaften. Das Land Hessen fördert das Vorhaben in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt rund 7,3 Millionen Euro fördert. Das ist gut angelegtes Geld und erhöht etwa die Chancen der Hochschulen bei der Einwerbung von Drittmitteln in der Verbundforschung.

Auch der wissenschaftliche Nachwuchs der drei Hochschulen profitiert von der Kooperation: So entsteht eine gemeinsame Promotionsplattform, bei der Professoren aller drei Hochschulen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Qualifizierte Masterabsolventen der Technischen Hochschule Mittelhessen bekommen so ebenfalls einen gesicherten Zugang zu einem Promotionsverfahren. Die Zusammenarbeit erstreckt sich sogar auf den Hochschulsport. Das beweist: Autonomie und Wettbewerb führen auch zu neuen Kooperationsformen, von denen alle Seiten profitieren. Das ist auch Ergebnis der hessischen Hochschulpolitik.“

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