• Absichtserklärung für Nationalparkerweiterung schreibt Erfolgsprojekt fort
  • Ausweisung zusätzlicher Naturwaldflächen als Beitrag zum Schutz sensibler Arten
  • Multifunktionalen Wald erhalten und besondere Verantwortung des Staatswaldes für Umwelt- und Artenschutz umsetzen

Anlässlich der heute vorgestellten Erweiterung der Naturwaldflächen in Hessen und der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Erweiterung des Nationalparks Kellerwald-Edersee erklärte der forstpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Markus Meysner:

„Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist eine Erfolgsgesichte für die gesamte Region, die mit der unterzeichneten Absichtserklärung zur Erweiterung des Nationalparks fortgeschrieben wird. Der Nationalpark ist ein Gewinn für den Umwelt- und Artenschutz, aber auch für den Tourismus und die Entwicklung um den Edersee. Es ist daher sehr erfreulich, dass die gesamte Region und Kreis und Gemeinden die Initiative der Landesregierung zur Erweiterung des Nationalparks so bereitwillig aufgegriffen haben. Durch diese Erweiterung bieten sich gute Entwicklungsperspektiven, die wir in engem Dialog mit der Region nutzen wollen. Wichtiger Teil dieser Erweiterung des Nationalparks ist zusätzlicher Flächenschutz durch die Ausweisung der Nordhänge des Edersees als Naturwälder.

Diese Flächen sind Teil der Entscheidung und Strategie der Landesregierung, weitere zwei Prozent des Staatswaldes aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen, die heute ebenfalls verkündet wurde. Damit werden künftig zehn Prozent des Staatswaldes nicht forstwirtschaftlich genutzt, sondern einer natürlichen Entwicklung überlassen. Damit bieten diese Flächen bestimmten Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum. Die Landesregierung übernimmt dabei Verantwortung für die forstlichen Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie.

Es ist richtig und wichtig, dass wir als Land mit unserem Staatswald eine besondere Verantwortung für den Umwelt- und Artenschutz übernehmen. Die Ausweisung zusätzlicher Naturwaldflächen ist ein Beitrag hierzu, weil auf diesen Flächen spezielle Arten einen Lebensraum finden, den sie in forstlich genutzten Wäldern nur schwerlich vorfinden. Der Landesbetrieb erhält dafür entsprechende Kompensationen und wird nicht benachteiligt. Diese Maßnahme ist ein weiteres Puzzlestück, eine besonders nachhaltige und umweltfreundliche Forstwirtschaft in Hessen zu betreiben.

Dabei stehen wir zum Ziel des multifunktionalen Waldes, der neben seiner wichtigen Rolle für Natur-, Klima- und Artenschutz auch ein wichtiger Wirtschaftsraum und Erholungsraum für die Menschen bleibt. Es ist uns daher wichtig, dass auch die Naturwaldflächen umfassend für die Menschen betretbar bleiben und die Verkehrssicherungspflicht auch ohne reguläre Forstwirtschaft dort gewährleistet wird.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

markus.meysner

Markus Meysner

Kontakt für Rückfragen