• Wahlfreiheit für Eltern zwischen Ganztags- und Halbtagsangeboten ist unerlässliche Grundlage beim Ganztagsausbau
  • Teilnahme von fast zwei Dritteln aller Schulträger am Pakt für den Nachmittag belegt Attraktivität des Angebotes
  • Bestehende Angebote an den teilnehmenden Schulen werden erfolgreich in den Pakt überführt und qualitativ aufgewertet

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Pakt für den Nachmittag erklärte die stellvertretende bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Bettina M. Wiesmann:

„In überschaubarer Zeit hat sich der von Ministerpräsident Volker Bouffier initiierte Pakt für den Nachmittag zu einem veritablen Erfolgsmodell entwickelt: Zum kommenden Schuljahr 2017/18 werden sich bereits 21 der 33 und damit fast zwei Drittel der kommunalen Schulträger auf den Weg gemacht haben. Für die zum kommenden Schuljahr neu in den Pakt für den Nachmittag aufgenommenen Schulen stellt die Landesregierung über die 166 Stellen für Neuaufnahmen, Profilerweiterungen und Profilwechsel im regulären Ganztagsprogramm des Landes hinaus noch einmal 57 zusätzliche Stellen zur Verfügung.

Die Anziehungskraft des Pakts resultiert dabei vor allem aus dem Grundsatz der Freiwilligkeit, der ein wohltuendes Gegenmodell zu den Vorstellungen der beiden linken Oppositionsparteien von einer verpflichtenden Ganztagsschule ohne Wahloption für die Eltern darstellt. Die individuell sehr unterschiedlichen familiären Strukturen und beruflichen Anforderungen erlauben keine pauschale Lösungen und Einheitskonzepte, sondern verlangen nach passgenauen und flexiblen Angeboten, welche den unterschiedlichen Bedürfnissen der Eltern gleichermaßen gerecht werden. Die Schulträger und die Schulgemeinden vor Ort können daher am besten entscheiden, ob von den Eltern der Grundschulkinder mehrheitlich ein Halbtags- oder ein Ganztagsangebot gewünscht und welches der regional sehr unterschiedlichen Betreuungsmodelle bevorzugt wird.

Die Ergebnisse der Großen Anfrage machen dabei noch einmal deutlich, dass die Schulen und die Kooperationspartner ein hohes Maß an Freiräumen erhalten, um gezielt auf die unter anderem zwischen städtischem und ländlichem Raum stark divergierenden Anforderungen an Ganztagsprogramme reagieren und ihre Angebote bedarfsgerecht ausgestalten zu können. Bewährt hat sich dabei insbesondere der Ansatz der Landesregierung, dass bereits bestehende und von den Eltern wahrgenommene Angebote zur Nachmittagsbetreuung in die jeweiligen Kooperationsvereinbarungen integriert werden. So konnten ausweislich der Angaben der Schulträger in nahezu allen teilnehmenden Schulträgerbezirken die existierenden Konzepte und Angebote in den Pakt für den Nachmittag überführt und durch die zusätzlichen Ressourcen qualitativ weiter aufgewertet werden. Alle beteiligten Städte und Kreise haben zudem angegeben, dass an keiner der beteiligten Paktschulen eine zuvor bestehende Kooperation weggefallen ist.

Auch die von der Linkspartei kolportierte Annahme, wonach die Kosten für die Teilnahme am Pakt für den Nachmittag einen größeren finanziellen Aufwand für die Eltern verursachten als an den zuvor bestehenden Horten oder der betreuenden Grundschule, hat sich nachweislich als falsch herausgestellt – im Gegenteil: Ausweislich der Rückmeldungen der Schulträger sind die Gesamtkosten gegenüber den bisherigen Entgelten in einigen Schulträgerbezirken sogar gesunken. Die Qualität der bestehenden Angebote erfährt im Rahmen des Paktes für den Nachmittag demgegenüber eine nachhaltige Aufwertung: So ist der Qualitätsrahmen für die Schulen in den Profilen 1,2 und 3 des Ganztagsprogramms auch für die Bildungs- und Betreuungsangebote der Schulen im Pakt für den Nachmittag verbindlich. Den Schulen obliegt es daher zu acht Qualitätsbereichen wie Unterricht und Angebote, Kooperationen, Raum- und Ausstattungskonzept oder Pausen- und Mittagskonzept entsprechende Angaben zu machen und Zielsetzungen zu definieren. Darüber hinaus werden die Lehrkräfte und das weitere pädagogische Personal durch Fortbildungsangebote unterstützt, die auf der Grundlage eines zum Schuljahr 2015/16 umgesetzten Konzeptes neben zielgruppenspezifischen Angeboten auch praxisorientierte Workshops und umfangreiche Schulhospitationen umfassen. Der Pakt für den Nachmittag überzeugt somit nicht nur durch eine hervorragende personelle Ausstattung, sondern entspricht durch seine konzeptionelle Ausrichtung auf Wahlfreiheit, Angebotsvielfalt und Qualitätssicherung den unterschiedlichen Bedarfslagen und Ansprüchen der Eltern und Schulgemeinden vor Ort.“

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