„Wir müssen uns den Herausforderungen des demographischen Wandels stellen, auch um die potentiellen gesellschaftlichen Konflikte, wie den viel beschworenen Generationenkonflikt, nicht zu fördern,“ erklärte Peter Beuth, Obmann der CDU in der Enquete-Kommission „Demographischer Wandel“ anlässlich der Vorstellung des Zwischenberichts am heutigen Donnerstag. „Ein wichtiger Baustein ist die Beschäftigung mit der Thematik und die Schaffung von Problembewusstsein in der Bevölkerung“, erläuterte Beuth. Dafür leiste auch die Enquete-Kommission einen wichtigen Beitrag.

Beuth betonte, dass es sich beim demographischen Wandel nicht um ein kommendes, sondern um ein bereits vorhandenes Problem handle. „Die zu geringe Geburtenzahl seit über 30 Jahren, die Alterstruktur und die steigende Lebenserwartung verändert die Gesellschaft erheblich." Die Auswirkungen des demographischen Wandels drückten dabei vor allem auf die wirtschaftliche Dynamik Deutschlands und Hessens. „Weniger Arbeitskräfte, Steuer- und Beitragszahler machen nicht nur eine Anpassung des Sozialversicherungssystems sondern auch des Arbeitsmarktes unausweichlich“, sagte der CDU-Politiker. 
Hessen müsse zudem die Attraktivität des Standortes insgesamt und in seinen Regionen konsequent weiterentwickeln. „Die CDU-geführte Landesregierung hat dazu bereits wichtige Schritte unternommen, diesen Weg müssen wir auch in Zukunft weiter gehen.“ Beuth hob insbesondere die Leistungen der Landesregierung zur Entwicklung Nordhessens hervor. „Maßnahmen wie die Stärkung der Infrastruktur können die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung dämpfen und einen weiteren Rückgang der Bevölkerung verhindern.“
 „Letztlich steht Hessen in der Mitverantwortung für die demographische Entwicklung Deutschlands, die nicht unabhängig von der rein hessischen betrachtet werden darf. Wir müssen uns gemeinsam in Deutschland den Herausforderung der demographischen Veränderung stellen“, forderte Beuth abschließend.

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