"Das Kreisgesundheitsamt Fulda und das Hessische Sozialministerium haben sich nach Bekanntwerden des Legionellen-Fundes im Klinikum Fulda völlig korrekt verhalten. Das hat der Bericht von Staatssekretär Gerd Krämer im heutigen Sozialpolitischen Ausschuss eindeutig ergeben", betonte die CDU-Landtagsabgeordnete und Sozialpolitikerin, Petra Müller-Klepper, am Donnerstag. Kritik übte sie allerdings am Informationsverhalten des Klinikums Fulda: "Hier hätte die Klinikleitung ihrer Verantwortung nachkommen und die positiven Befunde unverzüglich an das Gesundheitsamt weiterleiten müssen. Die vom Klinikum in Kauf genommene Verzögerung bei der Bekämpfung der Legionellen ist gerade mit Blick auf die Gesundheit der Patientinnen und Patienten nicht zu tolerieren."

Die Kritik der SPD bezeichnete Müller-Klepper angesichts der tatsächlichen Faktenlage als "durchsichtiges Wahlkampfmanöver. Gerade der SPD-Abgeordnete Dr. Spies müsste doch wissen, dass Legionellen-Funde im Krankenhaus immer wieder vorkommen und dass in solchen Fällen die Gesundheitsämter vor Ort handeln müssen." Schätzungen des Robert-Koch-Institutes gingen davon aus, dass es in Deutschland im Jahr bis zu 21.000 Legionellen-Erkrankungen geben könnte, die freilich nicht alle entdeckt werden. Polemik sei an dieser Stelle deshalb fehl am Platze und führe nur zu einer Verunsicherung der Bevölkerung und der Patientinnen und Patienten.

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