„Nach wie vor mangelt es sowohl bei der SPD als auch bei den Grünen an einem realistischen und nachhaltigen Konzept, um die Stromerzzeugung aus Kernenergie im vorgegebenen Zeitrahmen wirtschaftlich und umweltverträglich zu ersetzen“, so der CDU-Landtagsabgeordnete, Roger Lenhart, in Wiesbaden zu den Äußerungen der Bundes-SPD am Zeitplan für das Abschalten der deutschen Kernkraftwerke festzuhalten zu wollen.

„Der letzte G8-Gipfel hat gezeigt, dass Deutschland die einzige unter den weltweit führenden Industrienationen ist, die kerntechnische Anlagen auf anerkannt hohem Sicherheitsniveau vorzeitig außer Betrieb nehmen will, ohne dass die entstehende Versorgungslücke unter Wahrung der Klimaschutzziele auch nur ansatzweise gedeckt werden kann. Wir nehmen somit eine isolierte Position ein und werden Geisterfahrer auf einer Autobahn, auf der uns alle anderen großen Nationen entgegen kommen“, machte Lenhart deutlich.

Der CDU-Politiker betonte, dass durch den vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2015 zusätzliche CO2-Emissionen von bis zu 18 Millionen Tonnen pro Jahr erfolgen würden: „Damit werden sämtliche Anstrengungen im Klimaschutz zunichte gemacht!"
Um die gleichberechtigten energiepolitischen Ziele von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit möglichst umfassend zu erreichen, sprach sich Lenhart für einen ausgewogenen Energiemix aus, der sowohl die Kernenergie, als auch die erneuerbaren Energieträger gleichsam mit einschließe. „Anstatt diese Energieformen gegeneinander auszuspielen, muss das Hauptaugenmerk in der Energiepolitik darauf gelegt werden, den Anteil der Energiegewinnung aus den begrenzten fossilen Ressourcen wirksam abzusenken. Neben den Auswirkungen auf den Klimaschutz werden dadurch auch Abhängigkeiten und politisches Erpressungspotential vermieden“, so Lenhart in Anspielung auf den jüngsten russischen Gaskonflikt.

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