Der CDU-Landtagsabgeordnete Roger Lenhart begrüßte heute in Wiesbaden den Antrag des Kraftwerkbetreibers RWE auf Laufzeitverlängerung für das südhessische Kernkraftwerk Biblis. „Die Laufzeitverlängerung von Biblis sichert eine CO2-freie Energieversorgung solange es noch keine ausreichenden Alternativen gibt“, so Lenhart.

„Es ist volkswirtschaftlicher Irrsinn auf höchstem Sicherheitsniveau abzuschalten“, stellte Lenhart klar. Der Betreiber habe am Standort Biblis seit 1999 rund eine Milliarde Euro für sicherheitstechnische Optimierung, Modernisierung und routinemäßigen Prüfungen investiert. Objektiven Sicherheitsüberprüfungen zufolge werde vom Kraftwerk Biblis mittlerweile der Sicherheitsstandard der Internationalen Atomenergiebehörde nicht nur für bestehende Anlagen, sondern sogar für Neuanlagen überschritten. „Damit befindet sich das Kraftwerk Biblis auf weltweitem Spitzenniveau kerntechnischer Anlagen“, erklärte Lenhart.

Der CDU-Politiker hält es für erforderlich, dass die öffentliche Diskussion hinsichtlich der Sicherheit von Kernkraftwerken versachlicht wird, da „nicht jedes meldepflichtige Ereignis, welches vom Betreiber gemeldet wird, gleichbedeutend mit einem Störfall ist, wie von Kritikern immer wieder zu suggerieren versucht wird".
Im Hinblick auf die gigantischen Herausforderungen in der Energiepolitik sei es nicht angebracht, einzelne Energieträger aus ideologischen Gründen im Vorfeld aus der Diskussion auszuklammern, nur weil sie nicht in ein vorgefasstes Konzept passen. „Vielmehr muss eine Lösung gefunden werden, bei der sich alle verfügbaren Energieträger in einem ökonomisch und ökologisch ausgewogenen Energiemix ergänzen“, forderte der CDU-Politiker.
Unbestrittenerweise trügen die regenerativen Energien zum Klimaschutz bei. Sie seien allerdings nicht imstande, in der hessischen Stromerzeugung den Anteil der Kernenergie von 60 Prozent kurz- und mittelfristig zu ersetzen. „Gutachterlich konnte nachgewiesen werden, dass durch den von rot-grün propagierten vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2015 zusätzliche CO2-Emissionen von bis zu 18 Millionen Tonnen pro Jahr erfolgen würden. Damit einher gehen Klimawandel, zunehmende Erwärmung und extreme Großwetterlagen. Deshalb ist der Antrag der RWE auf Laufzeitverlängerung richtig“, informierte der Energieexperte und sagte weiter: „Sonst werden sämtliche Anstrengungen im Klimaschutz zunichte gemacht!“
Auch im zukünftigen Energiemix werde daher die Kernenergie einen festen Platz besitzen. Die gleichberechtigten energiewirtschaftlichen Ziele von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit müssten erfüllt werden  „Es ist in hohem Maße unverantwortlich, Kernkraftwerke auf dem weltweit höchsten Sicherheitsniveau vorzeitig abzuschalten und mangels echter und verlässlicher Alternativen auf Stromimporte aus dem Ausland auszuweichen und damit Standortvorteile zu verschenken. Zudem macht man sich zusätzlich von politisch instabilen Ländern abhängig“, so Lenhart abschließend.
 

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