Zum morgigen Weltwassertag 2005 erklärt der wasserpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Roger Lenhart: „Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Daher bleibt die Sicherung und nachhaltige Nutzung der natürlichen Trinkwasservorkommen im Land Hessen eine große Herausforderung.“ Um negative Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität und den Naturhaushalt zu vermeiden, habe sich die Wasser­entnahme an der Grundwas­serneubildung zu orientieren. Dem vorbeugenden Grundwasser- und Quellenschutz komme dabei eine weitaus höhere Priorität zu als der nachträglichen und vielfach kostenintensiven Aufbereitung des geförderten Wassers.

In Bezug auf die Wasserqualität erinnerte Lenhart daran, dass die Trinkwasser­verordnung zum Teil strengere Grenzwerte aufweise als die Mineralwasserverord­nung. Obwohl Trinkwasser noch für viele andere Zwecke genutzt werde, könne unser Leitungswasser hinsichtlich Qualität und Preis dem „Angebot aus der Flasche in jedem Fall das Wasser reichen", so Lenhart.
Trinkwasserneubildung und Trinkwasserqualität würden auch und gerade von der Flächenbewirtschaftung im Einzugsbereich einer Wassergewinnungsanlage mit beein­flusst. „Besondere Maßnahmen zur Grundstücksbewirtschaftung mit dem Ziel der Verbesserung der Trinkwassergüte sollen daher im Rahmen freiwilliger Kooperations­verträge verstärkt honoriert werden. Dies setzt neue Maßstäbe im hessischen Wasser­recht, das auf diese Weise sogar eine bundesweite Vorbildfunktion einnimmt“, betonte Lenhart.
Kritik an der in Hessen vorgesehenen Möglichkeit zur Übertragung der Wasser­versorgung auf private Dritte wies Lenhart als „unbegründet“ zurück: „Es gibt keine Beweise dafür, dass die Wasserversorgung in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft besser funktioniert als durch private Dritte. Ausschlaggebend ist nicht die Art der Trägerschaft, sondern einzig und allein die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Hierzu gehört ebenfalls, dass ein wirksamer Verbraucherschutz dadurch gewährleistet wird, dass missbräuchliche Preisgestaltung unterbunden wird“, so Lenhart abschließend.
 

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