Der CDU-Abgeordnete, Dr. Rolf Müller, sieht sich nach der Anhörung von Historikern heute im Hessischen Landtag in seiner Meinung bestätigt, dass Hessen langfristig ein eigenes "Haus der Geschichte" brauche. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation des Landes sei es notwendig, sich zunächst auf ein Konzept zu konzentrieren, das den Haushalt nicht überfordere. "Das Haus der Hessischen Geschichte muss kein fester Ort, es muss kein Museum im klassischen Sinne sein. Ein erster Schritt könnte ein virtuelles Haus der Geschichte sein", so das Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst.

Wichtig sei, angesichts der identitätsstiftenden Bedeutung
von Geschichte, dass das geplante "Haus der Hessischen Geschichte"
möglichst viele Menschen erreiche. Daher biete sich das Internet als Medium
geradezu an. "Ergänzend zu der virtuellen Darstellung hessischer
Geschichte könnten Landesausstellungen mit wechselnden Schwerpunktthemen an
wechselnden Orten historische Ereignisse und Personen anschaulich
machen", so Müller. Erfahrungen in Bayern belegten den Erfolg dieser
Konzeption und zeigten darüber hinaus, dass sich diese "Landesausstellungen" als wichtige Wirtschaftsfaktoren erwiesen
hätten.

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