• Stetig steigende Anforderungen benötigen flexible Anpassungen
  • Rettungsdienste werden auf zukünftige Anforderungen vorbereitet
  • Dank und Anerkennung für Mitarbeiter im Rettungsdienst

Anlässlich der Novellierung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (HRDG) erklärte der zuständige Abgeordnete der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Bodo Pfaff-Greiffenhagen:

„Mit dem bis Ende 2018 gültigen Hessischen Rettungsdienstgesetz wurde eine gute Grundlage für die Entwicklung und den Betrieb des Rettungsdienstes in Hessen geschaffen. Stetig steigende Anforderungen verlangen verschiedene Anpassungen, um den Rettungsdienst in Hessen auch weiterhin leistungsfähig zu halten und die Vergabe der Leistungen rechtlich sicher zu gestalten. In diesem Sinne wird im Gesetz eine Klarstellung vorgenommen: Medizinische Transporte können innerhalb eines Krankenhausgeländes von einem Krankenhaus selbst durchgeführt werden. Künftig ist somit der sogenannte Standortbegriff maßgeblich, der auch im Bundesrecht existiert.

Die Aufzählung der Leistungsträger des Rettungsdienstes umfasst jetzt zudem alle dort beteiligten Träger. So wurde ergänzend die Hessische Landesärztekammer als Mitglied des Landesbeirats für den Rettungsdienst aufgenommen. Medizinische Hilfeersuchen sind darüber hinaus nach den jeweiligen Erfordernissen zu disponieren, zur Feststellung des Bedarfs kann Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen werden. Eine weitere Neuerung ist, dass es den Rettungsdienstträgern bei Großveranstaltungen oder stark erhöhtem Einsatzaufkommen ermöglicht wird, die Vorhaltung kurzzeitig zu erhöhen und die Leistungsträger entsprechend zu beauftragen.

Die Erhebung von Patientendaten sowie deren Weitergabe an die an der Gefahrenabwehr beteiligten Organisationen ist neben der Behandlung der Notfallpatienten eine wesentliche Aufgabe in der Bewältigung von Großschadenslagen. Die vorgenommenen Änderungen beruhen unter anderem auf den Erkenntnissen aus dem Erfahrungsbericht des Bundesbeauftragten für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz im Jahr 2016 in Berlin. Für die Arbeit aller an der Gefahrenabwehr beteiligten Organisationen ist es von großer Bedeutung, auf eine einheitliche Datenbasis zurückgreifen zu können. Dies trifft insbesondere für die Verständigung und Information von Angehörigen der Opfer zu. Ferner wird dem Ansinnen Rechnung getragen, Notfallsanitäterinnen und -sanitäter im Gesetz zu verankern. Dadurch können Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter im Allgemeinen noch breiter eingesetzt werden. Dies dient der Rechtssicherheit, sodass auch diese Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst erhalten und dort eingesetzt werden können.

Es kann also festgehalten werden: Die medizinische Erstversorgung von Notfallpatienten und deren sachgerechter Transport in ein geeignetes Krankenhaus liegt damit auch zukünftig in den besten Händen. Dafür möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungsdienst an dieser Stelle Dank und Anerkennung aussprechen.“

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