Im NSU-Untersuchungsausschuss kamen heute die Eltern des ermordeten Halit Yozgat zu Wort. Der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi sagte dazu:

„Die Aussagen der Eltern von Halit Yozgat im NSU-Untersuchungsausschuss waren sehr bewegend. Es war gut, dass sie heute ausführlich ihr Innerstes vor dem Ausschuss darlegen konnten. Ihr Sohn ist viel zu früh und aus niederträchtigen Motiven aus dem Leben gerissen worden. Das eigene Kind zu überleben und dazu noch durch einen feigen Mord zu verlieren, ist wahrscheinlich die schlimmste Erfahrung, die Eltern widerfahren kann. Die traumatisierende Wirkung, den eignen Sohn zudem so auffinden zu müssen, können wir nur im Ansatz ermessen. Bei der Familie Yozgat kamen zu dem Schicksalsschlag noch erschwerend die Hintergründe dieses sinnlosen, feigen Mordes am geliebten Sohn dazu. Halit Yozgat wurde Opfer einer unbegreiflichen, niederträchtigen und abscheulichen Tat von widerwärtigen Rassisten und kaltblütigen Terroristen. Als CDU-Landtagsfraktion fühlen wir mit den Eltern und sprechen unsere herzliches Beileid aus.

Leider sind wir gerade nicht in der Lage den Erwartungen zu entsprechen, mit denen dieser Untersuchungsausschuss teilweise aufgeladen wurde. Wir sind keine besseren Ermittler, sondern ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. Wir sind aber allen erdenklichen Fragen und Hinweisen in diesem Ausschuss nachgegangen und haben dabei rund 2.000 Akten gesichtet und rund 100 Zeugen vernommen. Ich hoffe, dass die Familie Yozgat mit Abschluss des Gerichtsverfahrens in München und der diversen Untersuchungsausschüsse endlich etwas Ruhe finden kann.“

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Ismail Tipi

Integrationspolitischer Sprecher, Vorsitzender des Landesfachausschusses Integration/Migration, Ältestenratsmitglied

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