• Flughafen kann moderne Infrastruktur aufweisen und ist auch für Luftfracht interessant
  • Partnerschaft mit Schauinsland-Reisen und Stationierung eines Sundair-Flugzeugs hat großes Potential
  • Kassel-Calden bietet mittelbar und unmittelbar rund 1.000 Menschen Arbeit

Die weitere Entwicklung des Regionalflughafens Kassel-Calden war heute Gegenstand der Debatte im Hessischen Landtag. Die Regierungsfraktionen hatten hierzu einen eigenen Antrag „Evaluationsergebnisse als Basis für die Entscheidung über die weitere Entwicklung des Flughafens Kassel-Calden nutzen“ eingebracht (Drs. 19/5775). Dazu erklärte der nordhessische CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Landau, Mitglied im Haushaltsausschuss sowie im Wirtschaftsausschuss des Hessischen Landtags:

„Mit der durch den Flughafenausbau geschaffenen modernen Infrastruktur sowie der Partnerschaft mit dem renommierten Reiseveranstalter Schauinsland und der Fluggesellschaft SUNDAIR verfügt der Kassel Airport unter dem neuen Geschäftsführer Lars Ernst über ein solides Fundament für eine positive Entwicklung. Als CDU haben wir immer gesagt, dass der Flughafen für seine Entwicklung Zeit braucht und sie ihm auch eingeräumt. Nun steht der Abschluss der Evaluation durch die Ministerien und externen Experten bevor, die Ergebnisse liegen aber dem Landtag noch nicht vor. Insoweit ist es wenig sinnvoll, sie jetzt diskutieren zu wollen. Gleichwohl nehmen wir die kritische Stellungnahme des Rechnungshofes ernst.

Die Stationierung einer SUNDAIR-Maschine A320 in Kassel-Calden und die angebotenen attraktiven Reiseziele, die seitens SUNDAIR im Sommer 2018 um Kos und Rhodos ergänzt werden sollen, bieten dem Flughafen nun eine sehr gute Möglichkeit zu zeigen, welches Potenzial in der Region für touristische Flüge steckt. Hinzu kommen die vom Reisebüroverbund der Region Kassel angebotenen interessanten Gruppenreisen. Zudem ist der Flughafen auch für die Luftfracht interessant, wie das Engagement des Paketdienstes GLS am Flughafen belegt. Die Luftfracht stieg im Übrigen zwischen 2015 und 2016 um mehr als das Zehnfache auf 1.862 Tonnen an.

Das Land Hessen wird seinen Beitrag leisten, damit sich Kassel Airport zu einem erfolgreichen Regionalflughafen entwickeln kann. Er bietet mittelbar und unmittelbar rund 1.000 Menschen Arbeit. Gleichzeitig hat der Einsatz von Steuergeld, wie bei jedem Projekt, seine Grenzen. Daher haben wir uns auf Einsparvorgaben verständigt. Wir sind weiterhin optimistisch, dass dieser Weg aufgrund einer positiven Entwicklung bei den Passagier- und Frachtzahlen erfolgreich sein wird.“

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