• Klarheit über Lohnentwicklung, einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Zukunft der Standorte notwendig
  • OPEL ist zentraler Bestandteil der hessischen Automobilindustrie
  • Industriepolitische Rahmenbedingung müssen stimmen

Die Situation bei OPEL war heute Gegenstand der Debatte im Hessischen Landtag. Derzeit wird die Zukunft des Unternehmens und der deutschen Standorte als Teil des französischen PSA-Konzerns diskutiert. Dabei geht es auch um die zukünftige Entwicklung an den deutschen Werksstandorten. Dazu erklärte die zuständige Wahlkreisabgeordnete der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Sabine Bächle-Scholz:

„Die OPEL-Beschäftigen in Rüsselsheim und den weiteren Standorten sowie bei vielen Zulieferbetrieben erwarten mit Recht, dass sich PSA und die Gewerkschaften schnellstmöglich einigen, wie der weitere Weg von OPEL aussehen soll, welchen Beitrag dazu die Beschäftigten leisten können und welche klare und verlässliche Zukunftsperspektive sie und das Unternehmen dadurch erhalten. Insbesondere haben sie und ihre Familien ein Anrecht auf Klarheit über die Lohnentwicklung, einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Sicherung der Standorte in Deutschland. Für uns ist dabei die Sicherung der Arbeitsplätze bei OPEL von größter Bedeutung, denn OPEL ist zentraler Bestandteil der hessischen Automobilindustrie. Wir begrüßen, dass dies auch Ministerpräsident Volker Bouffier bei einem Treffen einem Treffen mit PSA-Generalsekretär Grégoire Olivier gestern deutlich gemacht hat: Die Beschäftigen müssen wissen, wo die Reise nun hingeht.

Die Beschäftigten, ihr Wissen und ihr Engagement sind von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Gesamtkonzerns in einem sich stark verändernden Wettbewerbsumfeld. Die derzeitige öffentliche Diskussion, insbesondere über die zukünftige Lohnstruktur und Abweichungen von den Tarifverträgen, hat in unserer Marktwirtschaft jede Berechtigung. Die Art, wie sie stellenweise geführt wird, birgt jedoch die Gefahr, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und sich die Situation hierdurch noch verschlechtert. Daher sollten beide Seiten schnell zu einer tragfähigen Lösung gelangen. Dafür müssen auch die industriepolitischen Rahmenbedingungen stimmen.

PSA hat von dieser Übernahme profitiert, das zeigen die ersten Quartalszahlen: Opel und Vauxhall trugen maßgeblich zu einem Umsatzplus von 42 Prozent auf knapp 18,2 Milliarden Euro bei. Von den insgesamt über eine Million verkauften Autos kam fast ein Viertel von den neuen Sparten in Deutschland und Großbritannien. Es ist nachvollziehbar, dass PSA, 2014 noch selbst auf Unterstützung angewiesen, diesen Erfolgskurs fortsetzen möchte. Umgekehrt konnte OPEL selbst seit 1999 – aus unterschiedlichsten Gründen – keinen Gewinn mehr verzeichnen. Beide Seiten sind jetzt in der Pflicht, aus dem Zusammengehen auch auf längere Sicht einen Erfolg zu machen.“

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