• Ausbau auf vier Gleise im ersten Bauabschnitt zwischen Frankfurt/West und Bad Vilbel bis 2022 beginnt
  • Erweiterung der Schienenkapazitäten in ganz Deutschland hängt wesentlich von einer leistungsfähigen Infrastruktur in Hessen ab
  • Zwölf Großprojekte des BVWP 2030 im Umfang von rund zwölf Milliarden Euro enormer Schub für die Mobilität auf der Schiene in Hessen

Mit einem Spatenstich begann heute der lange geplante Ausbau der S-Bahnlinie 6 im ersten Bauabschnitt zwischen Frankfurt/West und Bad Vilbel. Auf einer Länge von rund 13 Kilometern wird die Strecke von zwei auf vier Gleise ausgebaut. Die S-Bahn verkehrt künftig auf den östlichen Gleisen. Die fünf Stationen Frankfurt/Eschersheim, Frankfurt/Frankfurter Berg, Frankfurt/Berkersheim, Bad Vilbel Süd und Bad Vilbel werden nach Angaben der DB AG modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Mit Frankfurt/Ginnheim wird zudem ein zusätzlicher neuer Haltepunkt realisiert. Die Inbetriebnahme ist für 2022 vorgesehen. Der Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ulrich Caspar, erklärte dazu:

„Der Schienenpersonennahverkehr ist ein zentraler Pfeiler für die Mobilität insbesondere im Rhein-Main-Gebiet. Ohne die Regionalbahnen, die S- und U-Bahnen würde morgens und abends im Berufsverkehr der Verkehr auf den Straßen zum Erliegen kommen. Weitere Zuwächse bei den Fahrgastzahlen in S-Bahnen, Regional- und Fernzügen in Hessen sind jedoch mit der bisherigen Infrastruktur kaum zu bewältigen.

Der heutige Spatenstich für den ersten Abschnitt des lange geplanten Ausbaus der S-Bahnlinie 6 zwischen Frankfurt West und Friedberg ist daher ein kraftvolles Signal für ein leistungsfähiges Schienennetz auch im Rhein-Main-Gebiet. Dabei ist Hessen ein starker Partner der DB AG: Für den ersten Bauabschnitt der S 6 von Frankfurt/West bis Bad Vilbel wird die Kofinanzierung durch das Land rund 90 Millionen Euro betragen. Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte werden derzeit auf rund 600 Millionen Euro geschätzt.

Das Projekt als Bestandteil des Maßnahmenprogrammes FrankfurtRheinMainplus sorgt für mehr Pünktlichkeit auf allen Ebenen, wenn Fernzüge, Güterzüge und Regionalzüge entzerrt werden und nicht länger aufeinander warten müssen. Fahrtzeitverkürzungen bei den vorgesehenen Ausbauvorhaben führen wie die technischen Verbesserungen zudem häufig zu weiteren Kapazitätssteigerungen. Es können also teils deutlich mehr Züge als bislang auf den Strecken fahren.

Der neue Bundesverkehrswegeplan 2030 mit einem Volumen von 12 Milliarden Euro für die Schieneninfrastruktur in Hessen und die Fortführung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes durch ein Mobilitätsfördergesetz des Landes über das Jahr 2019 hinaus gewährleisten, dass auch für die weiteren zentralen Infrastrukturprojekte in Hessen ausreichend Mittel vorhanden sind. Dies umfasst beispielsweise die Projekte „Gateway Gardens“, die Regionaltangente West und die Planung der Nordmainischen S-Bahn. Am Projekt „Gateway Gardens“ beteiligt sich Hessen mit rund 30 Millionen Euro. Dieses Vorhaben ist dabei nicht nur für den ÖPNV wichtig, sondern trägt zur Leistungsfähigkeit des gesamten Schienennetzes im Rhein-Main-Gebiet bei. Unser Engagement beweist, dass für uns eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur eine Top-Priorität ist.“

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ulrich.caspar

Ulrich Caspar MdL

Sprecher für Verkehrspolitik, Baurecht, Wohnungspolitik, Finanzplatz Frankfurt, Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung

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