• Flexibilität durch monatliche Nachsteuerung von Schülern und Lehrern sorgt für hohe Akzeptanz des InteA-Programmes an den Schulen
  • Betriebspraktikum ist wichtiger Schritt zum Erhalt einer Ausbildungsstelle und einer erfolgreichen Berufsausbildung
  • Gelungene Integration muss zugleich auf Fordern und Fördern beruhen

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Sprachförderprogramm “Integration durch Anschluss und Abschluss“ (InteA) erklärte der Sprecher für berufliche Bildung der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hugo Klein:

„Mit der Umsetzung des Sprachförderprogrammes ‚Integration durch Anschluss und Abschluss‘ für junge Flüchtlinge, Spätaussiedler und Zuwanderer an beruflichen Schulen hat die Landesregierung frühzeitig und vorausschauend mit einem klugen und durchdachten Konzept auf den hohen Anteil jugendlicher Migranten reagiert, die im Jahr 2015 in unser Land gekommen sind. Ausgehend von der Grundüberzeugung, dass das Erlernen der deutschen Sprache eine unerlässliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufsausbildung und damit auch für eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft ist, wurde mit der Einrichtung der InteA-Klassen an beruflichen Schulen das Konzept der Intensivklassen an allgemeinen Schulen auch auf ältere Schüler ohne Deutschkenntnisse ausgeweitet.

Das Hauptziel der InteA-Klassen ist dabei vor allem der angestrebte Übergang in eine duale Ausbildung oder in eine andere schulische oder außerschulische Anschlussmaßnahme für Seiteneinsteiger ab dem 16. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Im Rahmen des ‚Hessischen Aktionsplanes zur Integration von Flüchtlingen und zur Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes‘ wurde zudem auch für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche bis zu einem Eintrittsalter von 20 Jahren ein Kontingent von 3000 Plätzen geschaffen. Phasenweise befanden sich dadurch im laufenden Jahr über 7.500 Schüler an rund 440 Klassen im InteA-Programm. Die Landesregierung stellt somit durch ihre weitsichtigen Sprachförderkonzepte und eine tragfähige Finanzierung sicher, dass Seiteneinsteiger unterschiedlichster Herkunft, Vorbildung und Sprachstände durch eine intensive Deutschförderung mit beruflichem Fachsprachenerwerb auf eine duale Ausbildung vorbereitet werden.

Durch die monatliche Nachsteuerung von Schülern und Lehrern ist dabei gewährleistet, dass alle für die Maßnahme infrage kommenden Schüler möglichst umgehend und ohne große Wartezeit in das Programm aufgenommen werden und die Schulen sogleich auf entsprechendes Personal zurückgreifen können. Diese hohe Flexibilität trägt ebenso maßgeblich zur hohen Akzeptanz des Programmes in den Schulgemeinden und zu einer erfolgreichen Umsetzung bei wie die allen InteA-Klassen in einem Finanzierungsvolumen von 12.000 Euro pro Jahr zustehende sozialpädagogische Betreuung der Schüler. Dass die Anzahl der sozialpädagogischen Stellen bereits mehr als verdreifacht wurde, bezeugt den hohen Stellenwert, den die Landesregierung der Maßnahme beimisst. Zur beruflichen Erstorientierung ist bei Vorliegen hinreichender Deutschkenntnisse auch die Durchführung eines Praktikums geregelt, in dessen Verlauf sich die Verantwortlichen eines Betriebes einen unmittelbaren Eindruck über das Verhalten, die Leistungsbereitschaft und die Fertigkeiten der jungen Menschen verschaffen können. Eine gelungene Integration setzt Fordern und Fördern gleichermaßen voraus: Diesem grundlegenden Prinzip wird auch die Einrichtung und konzeptionelle Ausgestaltung der InteA-Klassen vollends gerecht.“

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Hugo Klein

Sprecher im Unterausschuss Justizvollzug

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