Anlässlich der Einführung der Deutschen Gebärdensprache als Wahlunterricht in Hessen erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg:

„Bereits heute haben hörgeschädigte Kinder in Hessen das Recht auf sonderpädagogische Unterstützung und werden auf unterschiedliche Weise gefördert. So werden die auf die Deutsche Gebärdensprache angewiesenen Schüler an den allgemeinen Schulen durch jeweils zwei Gebärdendolmetscher der Jugendhilfe begleitet. Darüber hinaus existieren vier Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Hören, die mehrere Bildungsgänge anbieten und selbstredend auch heute schon die Deutsche Gebärdensprache unterrichten. An allen hessischen Schulen kann zudem – unabhängig von der Beschulung hörgeschädigter Kinder vor Ort – die Deutsche  Gebärdensprache im Rahmen eines Wahlangebotes oder einer Arbeitsgemeinschaft unterrichtet werden. Zwar darf nicht übersehen werden, dass dank des medizinischen Fortschrittes durch Implantate und andere Hilfsmittel ein zunehmend geringerer Anteil an hörgeschädigten Kindern auf die Deutsche Gebärdensprache angewiesen ist.

Gleichwohl ist es erfreulich, dass als Folge einer verabschiedeten Initiative durch die Koalitionsfraktionen im Hessischen Landtag für den verbleibenden Bedarf der Unterricht in Deutscher Gebärdensprache mit einer Reihe von Maßnahmen weiter gestärkt wird: So ermöglicht insbesondere die Erarbeitung eines Lehrplanes für Gebärdensprache durch die Hessische Lehrkräfteakademie die Hochstufung der bisherigen Wahlangebote zum Wahlunterricht. Darüber hinaus wird durch eine Erhöhung der Zahl der Gebärdensprachdozenten die Fortbildung intensiviert und ausgeweitet. Alle Schulen, die sich für die Einführung eines Wahlunterrichtes oder Wahlangebotes entscheiden, erhalten daher eine fachliche Unterstützung durch die Bereitstellung qualifizierter Kräfte.“

 

 

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