• Übernachtungszahlen in Hessen wachsen das achte Jahr in Folge
  • Initiative „Qualität kompakt“ führt unterschiedliche Qualitätsinitiativen und -systeme für die hessischen Tourismusbetriebe zusammen
  • Hessische Tourismusbranche kann zuversichtlich in das Jahr 2018 blicken

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat heute in Wiesbaden die Tourismuszahlen für das vergangene Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig wurden ein Ausblick auf 2018 und die anstehende Internationale Tourismus-Börse ITB in Berlin gegeben. Die tourismuspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Karin Wolff, erklärte dazu:

„Hessen ist ein attraktives und gut aufgestelltes Tourismusland: Neben dem vielfältigen Kunst- und Kulturangebot gerade auch in den größeren Städten existieren einmalige Landschaften und zahlreiche Erlebnisorte. In Hessen bestehen zudem derzeit 38 Heilbäder und Kurorte. Auch im Gesundheitstourismus sind wir gut aufgestellt. Mit dem gemeinsamen Stand des Landes, der Region FrankfurtRheinMain und der Stadt Wiesbaden auf der bevorstehenden Internationalen Tourismusbörse in Berlin wird dies auch für ein internationales Publikum erneut sichtbar. Gleichzeitig schaffen wir auf Landesebene die richtigen Rahmenbedingungen: Wir haben eine bundesweit einmalige Initiative „Qualität kompakt“ gestartet, um die unterschiedlichen Qualitätsinitiativen und -systeme in einem gemeinsamen Klassifizierungs-, Zertifizierungs- und Qualitätsmanagement für die hessischen Tourismusbetriebe zu bündeln.

Des weiteren darf sich Frankfurt als erste Stadt in Hessen seit dem vergangenen Jahr als „Tourismusort“ bezeichnen und konnte somit die vom Land geschaffene Möglichkeit nutzen, einen Tourismusbeitrag zu erheben, um die Finanzierung touristischer Infrastruktur und touristischen Marketings zu verbessern. Schließlich wurden allein zwischen 2000 und 2011 rund 86 Millionen Euro Fördermittel in den qualitativ hochwertigen Ausbau der öffentlichen touristischen Infrastruktur investiert.

2005 lag die Zahl der Übernachtungen noch bei knapp über 24 Millionen. Nun konnte mit 34,1 Millionen Übernachtungen das achte Jahr in Folge ein Zuwachs und absoluter Höchststand verzeichnet werden. Mit einem Wachstum von 4,6 Prozent liegt Hessen in diesem Bereich auch erstmalig über dem bundesweiten Durchschnitt, der im vergangenen Jahr ein Plus von 3 Prozent verzeichnete. Die Zahl der Gästeankünfte lag mit 15,3 Millionen um 5,1 Prozent über dem Niveau des Jahres 2016. Neben dem Geschäft mit inländischen Gästen haben weiterhin zunehmend ausländische Gäste, insbesondere aus den USA, den Reiz der hessischen Landschaften für sich entdeckt: Ihre Ankünfte wuchsen um 4,2 Prozent auf 3,9 Millionen und die Übernachtungen um 5,4 Prozent auf 7,7 Millionen. Damit gingen seit 2010 die stärkeren relativen Wachstumsimpulse bei den Übernachtungen von den Auslandsgästen aus. Mit Abstand wichtigster Quellmarkt sind hierbei die USA mit einem Anteil von 11,2 Prozent an den internationalen Übernachtungen. Starke Nachfrage bei den Übernachtungen konnte auch aus China (plus 5,9 Prozent) und Indien (plus 19,6 Prozent) verzeichnet werden. Das ist ebenfalls ein deutlicher Beleg für die internationale Attraktivität und Sichtbarkeit Hessens. Die Tourismusbranche kann so zuversichtlich in das Jahr 2018 gehen.

Der Tourismus hat gerade in ländlichen Gebieten eine wichtige Bedeutung für Wirtschaft und Beschäftigung, insbesondere für die kleinen und mittleren Betriebe. Durch den demographischen Wandel und der hierdurch bedingten Veränderung der Nachfragestrukturen stehen sie vor besonderen Herausforderungen. Daher freut es mich besonders, dass der Nationalpark Kellerwald-Edersee Anfang des Monats als erstes hessisches Mitglied für sein nachhaltiges Mobilitätskonzept als „Fahrtziel Natur“ ausgezeichnet wurde. Mit einer Gästekarte können sie während ihres Aufenthalts Busse, Bahnen und Anruf-Sammeltaxis in ganz Nordhessen nutzen. Mit diesen und vielen weiteren Aktivitäten des Landes im Tourismusbereich werden langfristige Perspektiven gerade für den ländlichen Raum geschaffen.“

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Karin Wolff

Vorsitzende des Hauptausschusses, Sprecherin für Wissenschaft und Kunst, Medienpolitische Sprecherin, Staatsministerin a.D.

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