"Mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Herta Müller hat das Preiskomitee in Oslo im zwanzigsten Jahr der deutschen Einheit ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung vergeben, das ein beispielhaftes, konsequent mutiges Wirken für die Literatur und gegen die Diktatur würdigt", sagte heute in Wiesbaden Ulrich Caspar, Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Heimatvertriebe, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung.

"Über das künstlerische Schaffen hinaus", so Caspar weiter, "bewahren ihre Werke z. B. die Erinnerung an das Unrecht, das aus dem Unrecht des Zweiten Weltkrieges entstanden ist und die fortwährende Unfreiheit in Mittel- und Osteuropa bis zum Epochenjahr 1989." So setze sie sich beispielsweise mit dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen nach dem Zweiten Weltkrieg auseinander.
"Mit Herta Müller darf sich auch Hessen ein Stück mitfreuen, denn von 1995 bis 1996 wirkte sie auch als Stadtschreiberin in Bergen-Enkheim/Frankfurt tätig. Eine - wie sich jetzt wieder zeigt - gute Entscheidung schon damals", erklärte Caspar abschließend.

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