• 105-prozentige Unterrichtsversorgung stellt auch bei unerwarteten Herausforderungen ausgezeichnete personelle Bedingungen sicher
  • Massive Erhöhung der Studienplätze an hessischen Universitäten sichert langfristig hohes Qualitätsniveau des Lehrerpersonals
  • Will SPD Pfarrer und Fachpraktiker an beruflichen Schulen aus Klassenräumen verbannen?

Anlässlich des heutigen Setzpunktes der SPD zur Bildungspolitik erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Mit vorausschauenden, weitsichtigen und langfristig wirksamen Maßnahmen und Entscheidungen trägt die CDU-geführte Landesregierung in Hessen fortwährend Gewähr dafür, dass die hessischen Schulen auch auf unerwartete Entwicklungen wie die Flüchtlingslage personell weitaus besser vorbereitet sind als in den anderen Ländern. Insbesondere im Vergleich zu SPD-regierten Ländern werden diese Unterschiede deutlich: So kann mit der bundesweit unerreichten und trotz neuerdings wieder steigender Schülerzahlen beibehaltenen Personalausstattung von 105 Prozent im Landesdurchschnitt in Hessen flexibel und dynamisch auf neue Herausforderungen reagiert werden. Standen im letzten Regierungsjahr der SPD für 839.000 Schüler 43.800 Stellen zur Verfügung, stehen heute für 761.000 Schüler 53.400 Stellen zur Verfügung. Knapp 80.000 Schülern weniger stehen fast 10.000 Lehrerstellen mehr gegenüber – das entspricht in etwa einer Senkung der Lehrer-Schüler-Relation von 1:21 auf 1:15.

Diese Spielräume erlauben es den Schulen, auch bei kurzfristiger Krankheit von Lehrkräften zügig und passgenau den Grundunterricht vollumfänglich ohne Ausfälle durchführen zu können. Ferner stehen über die 105 Prozent hinaus umfangreiche zusätzliche Stellen für Fördermaßnahmen zur Verfügung, so beispielsweise 800 Stellen für den Sozial- und Integrationsindex, 2500 Stellen für die Sprachförderung von Ausländern und 2600 Stellen für den Ganztag. Wie umsichtig die Bedarfsplanung der hessischen Kultuspolitik unter CDU-Führung angelegt ist, lässt sich kaum besser ermessen als im Vergleich mit den SPD-geführten Bundesländern: Dort ist in keinem Fall auch nur eine Vollversorgung erreicht, geschweige denn eine weit über 100 Prozent hinausreichende Versorgung wie in Hessen.

Während wir unsere ganze Kraft auf eine bestmögliche Personalausstattung und optimale Unterrichtsbedingungen an den Schulen richten, ist die SPD augenscheinlich mehr an einem Ausbau des bürokratischen Apparates interessiert. Die CDU kümmert sich erfolgreich darum, dass ausreichend qualifizierte Lehrkräfte bereitstehen, um Krankheitsausfälle zu kompensieren und Unterrichtsausfall zu vermeiden. Die SPD sorgt sich dagegen bevorzugt um statistische Erhebungen, mit denen Schulleiter unter erheblichem bürokratischem Aufwand zur datenschutzrechtlich fraglichen Erfassung von Krankmeldungen und Krankheiten angehalten werden sollen. Wichtiger als die in kaum einem anderen Bundesland statistisch erfasste Frage, ob eine Lehrkraft wegen einer Grippe oder einer Schwangerschaft ihren Unterricht nicht halten kann, ist jedoch für uns im Sinne der Bildungschancen der hessischen Schüler die Frage, wie eine Lehrkraft im Falle einer Fehlzeit umfänglich und kompetent vertreten werden kann.

Im Gegensatz zu anderen Ländern wird in Hessen überdies der hohe pädagogische Standard bei der Qualifikation und Ausbildung der Lehrkräfte durchgehend aufrechterhalten. Während beispielsweise an den Berliner Grundschulen im vergangenen Jahr mehr Quereinsteiger als ausgebildete Pädagogen eingestellt wurden, hält Hessen trotz der bundesweiten Nachfrage an Lehrkräften an dem Grundsatz ausreichend qualifizierten Personals fest. So werden nach der Erhöhung der Zahl der Studienplätze für das Lehramt an Grund- und Förderschulen um 50 Prozent bzw. 315 Plätze zum Wintersemester 2017/18 im Doppelhaushalt 2018/19 auch weitere 90 Studienplätze für die Ausbildung von Haupt- und Realschullehrkräften zur Verfügung gestellt und der Rahmen für die Ausbildung von Haupt- und Realschullehrkräften um 400 zusätzliche Referendare in diesem und im kommenden Jahr erweitert.

Wenn die SPD bei ihrer Suche nach der Nadel im Heuhaufen nun plötzlich 6000 Lehrkräfte ohne Lehramt in Hessen für sich entdeckt haben will, zeugt dies entweder von einer beispiellosen Unkenntnis oder einer durchsichtigen Täuschung der Öffentlichkeit: Bei rund einem Viertel dieser Lehrkräfte handelt es sich schließlich um katholische oder protestantische Pfarrer, die an den Schulen Religionsunterricht erteilen – eine von der SPD in Zeiten jenseits des Wahlkampfes stets unwidersprochen gebliebene und in nahezu allen Bundesländern gängige Praxis. Darüber hinaus werden an beruflichen Schulen in Hessen erfahrene Praktiker wie Handwerksmeister, Naturwissenschaftler oder Ärzte nach einer professionellen Qualifizierung mit einem angemessenen Umfang an Unterrichtsstunden gezielt und bewusst eingesetzt, um junge Menschen an die berufliche Praxis heranführen und den fachpraktiktischen Unterricht durchführen zu können. Dass sich ausgerechnet die einstige Arbeiterpartei SPD in ihrem Bestreben, möglichst nur noch Akademiker heranzuziehen und die berufliche Bildung zu schwächen, an dieser praxisnahen Berufsorientierung stört, ist daher eher als Bestätigung denn als Kritik zu werten.“

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Armin Schwarz

Bildungspolitischer Sprecher

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