Zur heutigen Debatte um eine mögliche neue UNESCO-Biosphärenregion in Rheingau-Taunus, Wiesbaden und Mainspitze erklärte die Abgeordnete Petra Müller-Klepper für die hessische CDU-Landtagsfraktion:

„Mit einer Machbarkeitsstudie, die Chancen und Risiken prüft und die mit den betroffenen Gebietskörperschaften auf den Weg gebracht werden soll, kann ein Fundament für die Debatte und die Grundsatzentscheidung für oder gegen eine UNESCO-Biosphärenregion geschaffen werden. Die Rhön ist ein gutes Beispiel, dass eine UNESCO-Biosphärenregion in gutem Einklang mit der Bevölkerung funktionieren, die Umwelt schützen, Land- und Forstwirtschaft erhalten und den Tourismus ankurbeln kann. Die Auflagen eines solchen Projekts können aber auch Probleme schaffen. Chancen und Risiken muss man daher im Einzelfall beurteilen. Denn Diskussionen über Naturschutzgroßprojekte lösen immer Ängste und Sorgen aus, die wir sehr ernst nehmen.
Will man ein solches Naturschutzgroßprojekt – gerade in einem eng verdichteten Raum – umsetzen, stellen sich viele Fragen; zum Beispiel nach der Flächenbereitstellung und den Auswirkungen auf Weinbau, Land- und Forstwirtschaft, nach messbaren Nutzen für die Umwelt und den Artenschutz, nach Chancen für Tourismus und Wirtschaft, nach Auswirkungen auf kommunale Entwicklungsziele und den Verkehr und vieles mehr.
Wir wollen solche Fragen ergebnisoffen, wissenschaftlich und ehrlich prüfen. Deshalb sprechen wir uns für eine unabhängige Machbarkeitsstudie aus.
Denn so wenig Hoffnungen und Erwartungen allein ausreichen, um ein solches Projekt umzusetzen, so wenig reichen diffuse Ängste und Befürchtungen, um ein Projekt, das auch Chancen in sich bergen kann, einfach abzulehnen.
Auf der Grundlage einer fundierten Analyse lässt sich dann zu gegebener Zeit überlegen und diskutieren, ob die Chancen die Risiken überwiegen und man für mögliche Probleme Lösungen findet; oder ob Probleme und Widerstände doch eine so ernsthafte Grundlage haben, dass man von dem Projekt Abstand nimmt.
Das halte ich – insbesondere bei Fragen, die ihre Wirkung über Jahre und Jahrzehnte entfalten werden – für das richtige Vorgehen.“

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Petra Müller-Klepper

Vorsitzende des Europaausschusses, Staatssekretärin a.D.

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