• In Hessen werden bereits zahlreiche Maßnahmen für die Förderung von Frauen erfolgreich umgesetzt

  • Rechtsanspruch auf Vollzeit für ehemals Vollzeitbeschäftigte nach der Elternzeit schon längst gültig

  • CDU will die Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit weiter verbessern - gemeinsam mit den Arbeitgebern und nicht gegen sie

Anlässlich der Aktuellen Stunde der SPD-Fraktion betreffend Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit erklärte die frauenpolitische Sprecherin der CDU Fraktion im Hessischen Landtag, Claudia Ravensburg:

„Die Arbeitsförderung und Arbeitsmarktpolitik sollte stärker an den Bedürfnissen der Frauen orientiert sein. Das große Potential der Frauen zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs kann nur dann umfassend erschlossen und genutzt werden, wenn die Unterstützungsmaßnahmen und Förderprogramme mehr als bisher die Lebenswirklichkeiten der Frauen berücksichtigen und an ihren häufig unterbrochenen Erwerbsbiografien ausgerichtet werden. Konkret geht es also darum, flexibel auf die Wünsche derer einzugehen, die ihre Eltern pflegen oder Kinder erziehen. Heute sind es vornehmlich immer noch Frauen, die sich primär um das Wohl der Kinder oder um das Wohl von pflegebedürftigen Familienmitgliedern kümmern.

In diesem Sinne wurden in Hessen bereits zahlreiche Maßnahmen für die Förderung von Frauen erfolgreich umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise das Netzwerk Wiedereinstieg, die Initiative ´Beruf und Pflege vereinbaren`, der Ausbau der Kinderbetreuung zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Karriere sowie das in dieser Legislaturperiode in Kraft getretene moderne Hessische Gleichberechtigungsgesetz.
Ein Gesetzentwurf auf Bundesebene sah darüber hinaus die Einführung eines Anspruchs auf zeitlich begrenzte Teilzeitarbeit im Teilzeit- und Befristungsgesetz vor. Für Beschäftigte, die zeitlich begrenzt ihre Arbeitszeit verringern möchten, sollte sichergestellt werden, dass sie danach zur ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren können. Dazu lässt sich sagen, dass es einen Rechtsanspruch auf Vollzeit für ehemals Vollzeitbeschäftigte nach der Elternzeit schon längst gibt. Wer vorher einen Teilzeitjob hatte, kehrt automatisch wieder zu seiner vorherigen Teilzeitbeschäftigung zurück. Gleiches gilt für die Inanspruchnahme von Familienpflegezeit. Dennoch besteht weiterer Handlungsbedarf auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung in der Arbeitswelt.

Die CDU will die Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit weiter verbessern, auch wenn derzeit ein anderer Eindruck erweckt werden soll. Aber solche Regelungen können nur gemeinsam mit den Arbeitgebern und nicht gegen sie umgesetzt werden. Denn beispielsweise kleine Unternehmen zwischen 15 und 200 Mitarbeitern, wodurch gerade das Handwerk besonders betroffen wäre, würden durch ein uneingeschränktes Rückkehrrecht aus der Teilzeit außerhalb von Familienphasen unverhältnismäßig hoch belastet werden. Für die Landesregierung ist und bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf jedenfalls nach wie vor ein zentrales Thema.“

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Claudia Ravensburg

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