"Für Unternehmen wie Institutionen, die tagtäglich mit großen Datenmengen umgehen müssen, ist eine schnelle Breitbandversorgung ein entscheidender technischer Vorteil. Gerade für Aufgabenstellungen im Wirtschafts- und Dienstleistungsbereich, die nicht zwingend in unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit wirtschaftlichen Ballungsräumen erbracht werden müssen, zeigen sich durch die Internet-Technologie neue Perspektiven. Zwar sind über 90 Prozent der hessischen Haushalte mit dem weltweiten Datennetz verbunden - dies jedoch an vielen Stellen nur mit einer Grundversorgung von 1 MBit/s, die oftmals nicht mehr ausreicht, große Datenmengen wie Zeichnungen oder Graphiken schnell auszutauschen. Deshalb haben wir uns als ehrgeiziges Ziel nun die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung aller hessischen Regionen bis 2011 gesteckt, insbesondere zur Vermeidung einer 'digitalen Spaltung' zwischen dem Ballungsraum in Hessen und dem ländlichen Raum", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Walter Arnold, im Rahmen der Landtagsdebatte zur Breitbandversorgung in Hessen.

Auch die Leerrohrverlegung im Rahmen des Landesstraßenbauprogrammes und der kommunalen Straßenbauförderung bereite sinnvoll den Boden für weitere Infrastrukturmaßnahmen. "Kurzfristig kann eine flächendeckende Versorgung kostenbedingt nicht durch eine umfassende Glasfaserverkabelung erreicht werden. Zunächst müssen daher andere Technologien, beispielsweise Funklösungen, zum Einsatz kommen. Erst schrittweise können diese dann durch Glasfaser abgelöst werden", so Arnold.

Für diese Erschließung sei auch öffentliche Förderung notwendig, die unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden müsse. "Wir halten eine privatwirtschaftliche Lösung mit öffentlicher Unterstützung für den sinnvollsten Ansatz, wobei alle politisch Verantwortlichen nur auf solche Systeme setzen sollten, die den wachsenden Bedarf der Bürger und der Unternehmen auch tatsächlich gerecht werden können. Sind attraktive Arbeitsplätze vorhanden, wandern junge Familien nicht in die Ballungsräume ab, sondern stärken Nachfragepotenziale und Kaufkraft im ländlichen Raum. Breitband im ländlichen Raum sichert deshalb wirtschaftliches Wachstum und schafft neue Arbeitsplätze", sagte Arnold.

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