"Der Schutz der Anwohner rund um den Flughafen Frankfurt vor Lärm hat höchste Priorität. Die Lärmschutzregelungen des Landes, die im Planfestellungsbeschluss festgelegt wurden, haben daher richtigerweise umfassend die Zustimmung des Verwaltungsgerichtshofes in Kassel gefunden. Nun eine Anhörung im Landtag zu fordern, obwohl das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm Sache des Bundes ist, ist grüner Aktionismus", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Walter Arnold, zur entsprechenden Forderung der Grünen. Die Studie eines Bremer Mediziners zum Flughafen Köln-Bonn trägt keine wesentlich neuen Erkenntnisse zur Diskussion bei. Es sei Sache des Bundes im Rahmen des Lärmschutzgesetzes festzulegen, welche Erkenntnisse in die regelmäßig stattfindenden Überprüfungen eingingen.

"Im Übrigen hat der
Planfeststellungsbeschluss weitgehende Lärmschutzregelungen festgelegt. Mit der
Festlegung von jahresdurchschnittlich 150 Flügen in der sogenannten
?gesetzlichen Nacht' zwischen 22 und 6 Uhr ist zudem erstmals eine Beschränkung
eingeführt worden, die - bis auf die jährliche Berechnung - die Zustimmung des
Gerichtes gefunden hat", so Arnold. Neu sei auch, dass verspätet oder verfrüht
ankommende Flugzeuge maximal bis 0 Uhr landen dürfen und Verfrühungslandungen
vor 5 Uhr untersagt seien. Zu nennen seien auch die bereits ergriffenen und
geplanten aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen wie der Anflug im
?kontinuierlichen Sinkflug" (Continiuous Descent Approach [CDA]) in der
Kernnacht, die Nutzung der lärmärmsten Startbahnen und Abflugrouten in der Nacht
(Dedicated Runway Operations [DROps]), die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf
Abflugrouten oder das CASA-Programm, mit welchem die FRAPORT AG passive
Lärmschutzmaßnahmen unterstützt.

"Bei den im Zeitraum zwischen 23 und
5 Uhr landenden Fahrzeugen muss es sich zudem um lärmarme Fahrzeuge der neuesten
Generation handeln, die zu Gesellschaften mit Geschäfts- und Wartungsschwerpunkt
in Frankfurt gehören. Diese Regelungen tragen sowohl der Bedeutung des
Flughafens für die Region als auch den berechtigten Interessen der Anwohner
Rechnung", sagte Arnold.

"Der Planfeststellungsbeschluss ist
das Ergebnis einer gründlichen Prüfung des Antrags und eines intensiven
Abwägungsprozesses, zu dem zahlreiche externe Fachleute, Gutachter und die
Hinweise von vielen Einwendern beigetragen haben. Daran ändert auch grüner
Aktionismus nichts", stellte Arnold fest.

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