• Ab heute nutzt die hessische Polizei das Warn- und Informationssystem KATWARN
  • Polizeiliche Warnungen über KATWARN sind zusätzlicher Baustein moderner Polizeiarbeit
  • Privatpersonen können sich KATWARN kostenlos auf ihrem Handy installieren und damit Warnmeldungen beispielsweise bei terroristischen Anschlägen erhalten

Anlässlich der Vorstellung des Warn- und Informationssystems KATWARN erklärte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Alexander Bauer:

„Hessen ist eines der sichersten Länder. Schutz und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger haben höchste Priorität. Eine starke, modern ausgerüstete Polizei ist Grundbedingung für Frieden und Sicherheit im Lande. Bei der Warnung der Bevölkerung im Falle besonders gefährlicher Ereignisse geht die hessische Polizei neue Wege. Ab heute nutzt die hessische Polizei landesweit die Handy-Anwendung KATWARN, um die Bevölkerung schnell, zuverlässig und direkt über mögliche Bedrohungs- und Gefahrenlagen wie beispielsweise Terroranschläge zu informieren. Die Anwendung kann kostenfrei auf dem Handy installiert werden.
Die Nutzer von KATWARN erhalten nicht nur Warnmeldungen der Polizei. Bereits seit 2014 wird KATWARN von den Landkreisen genutzt, um bei Katastrophen und Unfällen zu warnen und zu informieren. Die Landesregierung hat dies gefördert. Darüber können beispielsweise Hinweise gegeben werden, die Fenster geschlossen zu halten, wenn sich bei Großbränden gifte Rauchwolken ausbreiten. Siebzehn Landkreise verbreiten in entsprechenden Brand- und Katastrophenfällen Warnmeldungen bei KATWARN. Auch der Deutsche Wetterdienst nutzt KATWARN, um die Bevölkerung vor Unwettern zu warnen.

Die Nutzung von KATWARN durch die hessische Polizei ist ein richtiger Schritt. Internetfähige Handys, sog. Smartphones, sind heute sehr weit verbreitet. Viele Menschen tragen ihr Mobiltelefon ständig bei sich und sind erreichbar. Das können sich die Sicherheitsbehörden zunutze machen, um potentiell betroffene Bürgerinnen und Bürger zielgenau und direkt auf ihrem Handy bei gravierenden Vorfällen zu informieren. Bestehende Wege der Bevölkerungswarnung, beispielsweise mittels Radio- oder Lautsprecherdurchsagen bleiben erhalten. Alternativ zur KATWARN-App können sich Bürgerinnen und Bürger auch per SMS oder E-Mail warnen lassen. Nähere Informationen dazu liefert www.katwarn.de.

Warnungen bedürfen großer Sorgfalt. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen wichtige Informationen erhalten, die ihre Sicherheit betreffen. Wir wollen aber keine Alarmstimmung erzeugen und keine Panikmache betreiben. Nicht jeder Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz eignet für eine Warnmeldung. Mit dem vom Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelten Warnsystem KATWARN nutzt die Polizei einen erprobten Verbreitungsweg und bleibt selbst Herrin darüber, wann und wie eine Warnung ausgegeben wird. Darin sehen wir einen sinnvollen Weg, die Arbeit der Sicherheitsbehörden bei Großschadenslagen zu verbessern, dem Schutz- und Informationsinteresse der Bevölkerung Rechnung zu tragen, und gleichzeitig einen hohen Standard bei Qualität und Auswahl der Warnhinweise sicherzustellen.“

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Alexander Bauer

Innenpolitischer Sprecher

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