„Der verstärkten Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus Biomasse kommt eine entscheidende Bedeutung zu, um das ehrgeizige Ziel der Landesregierung zu errei­chen, den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung bis zum Jahre 2015 auf 15 Prozent zu steigern“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Dietz.

Mit der Gründung des Kompetenzzentrums für Biorohstoffe in Witzenhausen seien in Hessen die Weichen in Richtung einer verstärkten Nutzung von Biomasse gestellt wor­den. „Dabei bezieht sich diese nicht nur auf die energetische Verwertung, sondern schließt auch die stoffliche Nutzung in den verschiedensten Anwendungsgebieten mit ein. Die Grünen versuchen jetzt, auf den fahrenden Zug aufzuspringen“, so Dietz.

Er verweist darauf, dass es innerhalb der Grünen Partei hinsichtlich der energetischen Nutzung von Biomasse immer noch keine einheitliche Linie gebe. „Während die grüne Landtagsfraktion die hessische Bundesratsinitiative zur Verwertung von Energiege­treide in Kleinfeuerungsanlagen heftig kritisiert, hat die grüne Bundestagsfraktion diese Art der Nutzung kürzlich sogar befürwortet", so der CDU-Poltiker. 
Unter der rot-grünen Regierungsverantwortung wird die energetische Nutzung von Biomasse „sträflich vernachlässigt“. Charakteristisch für die rot- grüne Politik sei es, die Landbewirtschaftung möglichst flächendeckend zu ökologisieren und dabei gleichzeitig die Windenergie in ungerechtfertigter Weise zu hofieren. „Während in Bayern Anfang der 90er Jahre die Zeichen der Zeit erkannt wurden, hat Hessen unter rot-grün ge­schlafen.“  
Dietz betont, dass die für die Biomasse entscheidenden Passagen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erst auf Drängen der Union im Vermittlungsausschuss nachgebes­sert worden seien. So konnte der Biomasse­bonus von 2,5 Cent pro  Kilowattstunde auf 6 Cent pro Kilowattstunde werden. „Nach dem ursprünglichen rot-grünen Gesetz­entwurf war die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe ein absolutes Auslaufmodell“, stellt Dietz klar.
 

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