• Digitalisierung in Logistikbranche ist bereits heute wichtiges Thema für CDU-geführte Landesregierung
  • Mobilitätsstrategie Hessen 2035 wichtiger Baustein der Verkehrspolitik in der kommenden Legislaturperiode
  • deutliche Aufstockung der Landesstraßenbaumittel, und des Bundesverkehrswegeplanes 2030 sichern die Finanzierung wichtiger Infrastrukturprojekte in Hessen

Der Logistik- und Verkehrsstandort Hessen war heute Gegenstand der Debatte im Hessischen Landtag. Schwerpunkt war die Digitalisierung der Logistik- und Verkehrswirtschaft sowie der Zustand der Straßeninfrastruktur. Der verkehrspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Ulrich Caspar, erklärte dazu:

„Die im Zeichen von „Industrie 4.0“ und dem „Internet der Dinge“ zunehmende Vernetzung aller wirtschaftlichen Aktivitäten sowie der stark wachsende Internethandel führt dazu, dass die Logistikwirtschaft eine Schlüsselrolle als wettbewerbskritischer Faktor einnimmt. Hessen liegt im Herzen Europas und ist Deutschlands Verkehrsdrehscheibe Nummer eins. Das Wachstumspotential ist hier enorm, denn unter den fünf beschäftigungsstärksten Unternehmen in Hessen sind vier der Verkehrs- und Logistikbranche zuzurechnen. Zudem bietet die Branche in einem hohen Umfang auch standortungebundene Arbeitsplätze, auch für geringer Qualifizierte. Über 160.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Verkehrs- und Logistikberufen konnten 2017 verzeichnet werden, ohne Fahrpersonal.

Effektive Logistikketten ermöglichen es, spezifische Standortvorteile in verschiedenen räumlich weit voneinander entfernten Regionen zu nutzen und eine Vielzahl von Produktionsstätten in ganz Europa miteinander zu vernetzen. Damit steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit dieser Ketten und den Transportkapazitäten.

Aus diesem Grund hat sich die CDU-geführte Landesregierung bereits früh mit Fragen der Digitalisierung und ihrer Auswirkungen auf die Logistikbranche sowie den erforderlichen politischen Rahmenbedingungen in Hessen befasst. In der Studie „Logistik und Mobilität in Hessen 2035“ des „House of Logistics and Mobility (HOLM)“ und des Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik (IML) wurden 2016 wesentliche Handlungsfelder identifiziert, etwa die Notwendigkeit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Bereich autonomer Personen- und Güterverkehre – unter anderem autonomer ÖPNV- oder Güterzulieferverkehre und deren Integration in städtische Abläufe, um eine reibungslose Tür-zu-Tür-Mobilität zu ermöglichen. Hier spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle.

Das Verkehrsministerium hat auf dieser Grundlage in Kooperation mit dem HoLM die „Mobilitätsstrategie Hessen 2035“ entwickelt. Sie führt die zentralen Themen, Entwicklungen und Trends zusammen, über die sich Experten weitgehend einig sind und formuliert das Leitbild einer digital vernetzten Mobilität. Die Logistik bleibt ein greifbares Feld, aber die Schnittstellen werden digitalisiert und die Supply Chains besser gesteuert. Robotik und automatisiertes Fahren werden zu deutlichen Entlastungen führen. So ist die Rhein-Main-Region bereits heute das größte Testfeld für automatisiertes Fahren in Deutschland. Wir wollen Hessen Mobil daher als Verkehrsdatenanbieter der Zukunft positionieren und Verkehrstelematik intensiv nutzen.

Die CDU-geführte Landesregierung stärkt konsequent Hessens Verkehrsnetz über alle Verkehrsträger hinweg: Wir haben beispielsweise seit 1998 die Investitionen in den Landesstraßenbau von seinerzeit 27 Millionen Euro auf mindestens 90 Millionen Euro im Jahr erhöht. In diesem Jahr steigen sie auf 110 Millionen, 2019 auf 120 Millionen Euro. Auch der Bund hat die wichtige Rolle Hessens im deutschen und europäischen Verkehrsnetz anerkannt: Im neuen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 sind nun 8,2 Milliarden Euro vorgesehen, der Anteil Hessen steigt damit auf zwölf Prozent an. Mit 382 Millionen Euro sind alleine die Sanierungsaufwendungen im Jahr 2016 fast doppelt so hoch gewesen wie die Gesamtausgaben von 1999 (197,7 Millionen Euro). Wir sind der Ansicht, dass sich jede Anstrengung lohnt, Staus zu vermeiden, damit die Menschen in unserem Land keine Lebenszeit vergeuden und keine unnötigen volkswirtschaftlichen Kosten entstehen.

Die anstehenden Vorhaben beim Ausbau der Infrastruktur, die von zahlreichen anderen Maßnahmen und Projekten begleitet werden, schaffen die Voraussetzungen dafür, in und für Hessen sowohl im Ballungsraum als auch in den ländlichen Gebieten ein zukunftsfähiges, ineinandergreifendes Verkehrsnetz zu verwirklichen. Diese erfolgreiche Mobilitätspolitik setzen wir auch in der kommenden Legislaturperiode fort.“

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Ulrich Caspar MdL

Sprecher für Verkehrspolitik, Baurecht, Wohnungspolitik, Finanzplatz Frankfurt, Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung

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