• Einigung zwischen Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG schafft Investitionen, sichert Arbeitsplätze, und stärkt die Krankenversorgung in der Gesundheitsregion Mittelhessen
  • Beschäftigungsperspektiven werden verbessert – umfangreiches Investitionspaket für beide Standorte geschnürt
  • Privatisierung war und ist trotz aller Herausforderungen eine Erfolgsgeschichte

Das Land Hessen, die Rhön-Klinikum AG (RKA), die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM) und die beiden Universitäten haben in den vergangenen Monaten ein umfassendes Konzept zur Weiterentwicklung der mittelhessischen Universitätsmedizin erarbeitet, das heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Karin Wolff, erklärte dazu:

„Unsere Ziele sind: Eine Patientenversorgung auf hohem Niveau, Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten und der Erhalt des hohen Standards bei Forschung und Lehre. Diese Aspekte greifen aus unserer Sicht ineinander und bedingen sich gegenseitig. Das heute vorgestellte Zukunftskonzept ist hierfür ein enormer Erfolg und ein wichtiges Signal an die Patienten, die Beschäftigten und ihre Familien und für die Gesundheitsregion Mittelhessen insgesamt. Es eröffnet ein neues Kapitel in der Geschichte des UKGM und leistet einen zentralen Beitrag zur Zukunftsfestigkeit der Standorte Gießen und Marburg.

Als einer der größten Arbeitgeber in der Region muss das Universitätsklinikum seine Entscheidungen auch daran orientieren, in der Vergangenheit verlorengegangenes Vertrauen bei den Mitarbeitern und in der Region zurückzugewinnen. Dies ist heute eindrucksvoll gelungen, denn das UKGM hat sich unter anderem dazu verpflichtet, auf betriebsbedingte Kündigungen für die nächsten fünf Jahre zu verzichten, Auszubildende mit entsprechendem Leistungsprofil zu übernehmen und auf die Ausgliederung weiterer Betriebsteile zu verzichten.

Das Zukunftskonzept, dass auch der Kärrnerarbeit von Ministerpräsident Volker Bouffier und Wissenschaftsminister Boris Rhein zu verdanken ist, sieht vor, dass UKGM ab 2017 einen zusätzlichen Betrag von rund 15 Millionen Euro jährlich für die Finanzierung der von ihr erbrachten Leistungen für Forschung und Lehre erhält. Erstmals wird auf diese Weise die angemessene Vergütung der künftigen Steigerungen bei den Sach- und Personalkosten in Forschung und Lehre geregelt und damit ein dauerhaft diskutiertes Problem gelöst. Des Weiteren wurde ein umfassendes Investitionspaket für beide Universitätskliniken geschnürt. Das UKGM wird in den nächsten fünf Jahren mindestens 100 Millionen Euro investieren: Am Standort Gießen wird das Kinderherzzentrum ausgebaut und an das Klinikum ein Erweiterungsbau hinzugefügt. Am Standort Marburg erfolgt die Modernisierung der Klinik für Psychiatrie, die Sanierung des Zentral-OP A und der Intensivstationen sowie der Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Privatisierung war und ist trotz aller Herausforderungen eine Erfolgsgeschichte. Mehrere hundert Millionen Euro wurden und werden in Zukunft in die Errichtung und Sanierung von Gebäuden sowie die Modernisierung der Innenausstattung an beiden Standorten investiert. Das Pflegepersonal wird besser bezahlt als zu Zeiten, als die Kliniken noch vom Land alleine getragen wurden. Seit 2005 wuchs die Zahl der Beschäftigten im ärztlichen Dienst um 14 und beim Pflegepersonal um rund 17 Prozent. Als vor einigen Jahren den Mitarbeitern die Rückkehr in den Landesdienst offen stand, entschieden sich 92 Prozent der Beschäftigten beim UKGM dagegen. Dies zeigt, dass das UKGM, trotz aller Probleme und Herausforderungen im Einzelnen, denen sich die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen in Deutschland heute unabhängig von der Rechtsform oder dem Träger stellen müssen, ein attraktiver Arbeitgeber ist. Die Privatisierung hat die Zukunft der Universitätsklinika an beiden Standorten langfristig gesichert.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

karin.wolff

Karin Wolff

Vorsitzende des Hauptausschusses, Sprecherin für Wissenschaft und Kunst, Medienpolitische Sprecherin, Staatsministerin a.D.

Kontakt für Rückfragen