• Übernahme von administrativen Aufgaben durch Verwaltungspersonal schafft Freiräume für Qualitätsentwicklung in Schule und Unterricht
  • Reduzierung der Wochenarbeitszeit, Besoldungserhöhung um 4,2 Prozent und Landesticket sind Anerkennung für engagierte Arbeit der Lehrkräfte und Schulleiter
  • CDU-Konzept sieht Einsatz von Schulassistenzkräften und Übernahme von Schulsekretärinnen in den Landesdienst vor

Anlässlich der heutigen Vorstellung zweier Modellprojekte für zusätzliche Verwaltungskräfte an Schulen durch das Hessische Kultusministerium erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Mit der Umsetzung zweier Modellprojekte für zusätzliche Verwaltungskräfte an den hessischen Schulen setzt die CDU-geführte Landesregierung ihre Anstrengungen für eine stetige Optimierung der Arbeitsbedingungen von Lehrkräften und Schulleitungen weiter fort. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und gestiegener Anforderungen durch die Vorgaben der Rechtsprechung gilt es der wachsenden Komplexität der bürokratischen Aufgaben und Herausforderungen entsprechend Rechnung zu tragen und die Attraktivität von Leitungsaufgaben zu steigern. Mit den beiden Modellprojekten soll daher festgestellt werden, auf welche Weise Lehrkräfte und Schulleitungen durch zusätzliches Verwaltungspersonal am geeignetsten bei der Bewältigung der bürokratischen Herausforderungen im Schulalltag unterstützt und administrative von pädagogischen Aufgaben besser getrennt werden können. Die beiden Modellregionen greifen damit ein grundsätzliches Anliegen der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag auf.

Wenngleich insbesondere die Tätigkeit des Schulleiters per definitionem gerade auch Organisations- und Administrationsfunktionen umfasst, können durch die Übernahme von Verwaltungsaufgaben durch einschlägig qualifizierte Kräfte größere Freiräume der Schulleitungen für pädagogische Führungsaufgaben im Bereich der schulischen Qualitätsentwicklung geschaffen werden. Diese Entlastung der Schulleitungen und Lehrkräfte von Verwaltungsaufgaben kommt somit unmittelbar der Unterrichtsqualität zugute. Über die eingeleiteten Maßnahmen hinaus wollen wir als CDU-Fraktion daher künftig auch flächendeckend den Einsatz von Schulassistenzkräften und die Übernahme von Schulsekretärinnen in den Landesdienst ermöglichen, um zu einer noch wirkungsvolleren Unterstützung im administrativen Bereich und zur Entlastung der Schulleitungen beizutragen.

„Die Vorhaben zur Entlastung der Lehrkräfte und Schulleitungen knüpfen dabei an eine ganze Reihe von konkreten Maßnahmen und Investitionen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Schulen an: So können beispielsweise zusätzlich zu den Deputatstunden auch Stunden aus der Zuweisung zum Zuschlag auf die Grundunterrichtsversorgung von bis zu 100 Prozent an selbständigen Schulen und bis zu 30 Prozent an nicht selbständigen Schulen in Leitungsdeputate umgewandelt werden. Zusätzlich können Schulleiter Lehrkräften Ermäßigungsstunden für besondere außerunterrichtliche Tätigkeiten anrechnen. Auch die massive personelle Aufstockung in der laufenden Legislaturperiode um 4.350 Lehrerstellen, darunter 700 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte, trägt zu einer nachhaltigen Entlastung der Lehrkräfte an den Schulen bei. Darüber hinaus wurde zum 1. August 2017 die Wochenarbeitszeit der Beamten um eine Stunde von 42 auf 41 reduziert.

Alleine zum Ausgleich für diese Arbeitszeitreduzierung hat die Landesregierung rund 600 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Zugleich wurden die Bezüge der Beamten am 1. Juli 2017 um zwei Prozent und am 1. Februar 2018 um nochmals 2,2 Prozent erhöht. Darüber hinaus erhalten alle verbeamteten und angestellten Lehrkräfte seit dem 1. Januar 2018 ein in ganz Deutschland einzigartiges Landesticket für den öffentlichen Nahverkehr, das auch die Partner und Kinder einschließt. SPD-geführte Bundesländer haben demgegenüber geringere Besoldungsanpassungen vorgenommen, Sonderzahlungen erheblich reduziert bzw. ganz abgeschafft oder gewähren bei neu eingestellten Beamten über längere Zeit nur ein abgesenktes Grundgehalt. Als CDU-Fraktion sind wir uns daher unserer Verantwortung für exzellente Rahmenbedingungen der Schulleitungen und Lehrerkollegien bewusst und werden weiter an deren kontinuierlicher Optimierung arbeiten.“

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Armin Schwarz

Bildungspolitischer Sprecher

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