„Mit dem Programm ‚Integration und Abschluss‘ (InteA) zur Sprachförderung und allgemeinen und beruflichen Bildung für junge Flüchtlinge, Spätaussiedler und Zuwanderer in beruflichen Schulen hat die hessische Landesregierung ein überzeugendes und zukunftsfähiges Programm aufgelegt, das bestehende Angebotslücken bei der Beschulung von Ausländern schließt und über die gegenwärtige Herausforderung der Asylproblematik hinaus eine Beschulung von Seiteneinsteigern in das Schulsystem zwischen 16 und 18 Jahren ermöglicht. Durch geringe Gruppengrößen und einen speziell auf das Erlernen der deutschen Sprache ausgerichteten Unterricht mit dem Ziel eines finalen Übertritts in die duale Ausbildung orientiert sich das pädagogische Konzept des an 29 beruflichen Schulen vorgesehenen Programms dabei an den Intensivklassen und Intensivklassen für schulpflichtige Kinder unter 16 Jahren an den allgemeinen Schulen. Mit knapp 150 Lehrerstellen ab dem Schuljahr 2015/16 sowie einer zusätzlichen sozialpädagogischen Unterstützung erfährt das Programm darüber hinaus eine äußerst großzügige personelle Ausstattung“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz, zum heute vorgestellten InteA-Konzept („Integration und Abschluss“) zur Sprachförderung sogenannter Seiteneinsteiger.

 

„Eine gelungene Integration durch Bildung muss dabei auf dem Prinzip des Förderns und des Forderns gleichermaßen beruhen. Nur wer neben der unerlässlichen Leistungsbereitschaft auch die Bereitschaft zum Erwerb der deutschen Sprache, zur kulturellen Anpassung und zur Akzeptanz der vorherrschenden Werteordnung mitbringt, dem eröffnen sich später auch Chancen auf Bildungskarrieren und berufliches Weiterkommen. Nahezu alle wissenschaftlichen Untersuchungen haben den Erwerb der deutschen Sprache dabei als entscheidenden Faktor für den späteren schulischen Erfolg definiert. Die deutsche Sprache ist die unerlässliche Grundvoraussetzung einer gelingenden Integration und selbstverständlich auch die Voraussetzung für den Erwerb eines Schulabschlusses in Deutschland sowie der damit verbundenen beruflichen Zukunftschancen. Während Kinder und Jugendliche mit überwiegend muttersprachlicher Sozialisation aufgrund ihrer Sprachdefizite in Parallelgesellschaften abzudriften drohen, eröffnet sich Ausländern durch das Erlernen der deutschen Sprache der Zugang für eine Verständigung mit Nachbarn, Arbeitgebern, Kollegen, Vereinen oder Behörden und damit für eine Teilhabe an der Gesellschaft. Das Hessische Kultusministerium hat daher bereits im laufenden Schuljahr die Zahl der Lehrerstellen zugunsten des Deutsch-Förderunterrichtes von 1.020 auf 1.070 Stellen erhöht und die entsprechenden Angebote folglich seit 1999 mehr als verdreifacht. Mit dem InteA-Programm erfahren diese Fördermaßnahmen nunmehr eine weitere sinnvolle und vernünftige Ergänzung“, so Schwarz.

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Armin Schwarz

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