„Auf den drei Säulen von Angebotsvielfalt, Freiwilligkeit und Bedarfsorientierung treibt die Regierungskoalition aus CDU und GRÜNEN den weiteren Ausbau der Ganztagsangebote mit Tatkraft und Entschlossenheit voran. Mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ wurde das größte Ganztagsprogramm in der Geschichte des Bundeslandes auf den Weg gebracht. Zusätzlich zu dem Rekordwert von 1.731 Stellen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal im Ganztagsbereich wird die Landesregierung im Bereich Ganztag im Laufe der Legislaturperiode weitere Stellenressourcen in erheblichem Umfang zur Verfügung stellen. Allen Eltern, die dies für ihre Kinder wünschen, wird dadurch ein freiwilliges und den regionalen Bedürfnissen vor Ort angepasstes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr zur Verfügung stehen. Alleine für die sechs Pilotregionen werden zum kommenden Schuljahr bis zu 145 Stellen für den Ausbau bereitgestellt; darüber hinaus erhalten auch die Regionen, die nicht am Pilotversuch teilnehmen, nochmals 85 zusätzliche Stellen zur Ausweitung der Ganztagsangebote. Mit diesem Mammutprogramm hat die hessische Landesregierung bundesweit unerreichte Maßstäbe bei den Anstrengungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesetzt“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz, zur heutigen Pressekonferenz des Hessischen Kultusministers zum „Pakt für den Nachmittag.“

 

„Im Gegensatz zur SPD wollen wir den Eltern und den Betroffenen vor Ort die Wahl über die gewünschte Form des Ganztags- oder Halbtagsangebotes überlassen. Die Kommunen und die aus Eltern, Schülern und Lehrern bestehenden Schulgemeinden vor Ort können am besten entscheiden, welches der regional sehr variantenreichen Betreuungsmodelle die Eltern von Grundschulkindern bevorzugen und ob an den weiterführenden Schulen mehrheitlich ein Halbtagsangebot oder eines der drei Ganztagsprofile gewünscht wird. Nicht zuletzt zwischen städtischem und ländlichem Raum existieren dabei nicht selten konkurrierende Erwartungen an die schulischen Angebote. Die individuell sehr unterschiedlichen familiären Strukturen und beruflichen Anforderungen erlauben folglich keine pauschale Lösungen und Einheitskonzepte, sondern verlangen nach passgenauen und flexiblen Angeboten, welche den verschiedenen Bedürfnissen der Eltern gleichermaßen gerecht werden“, erklärte Schwarz.

 

„Bereits heute haben die Verantwortlichen vor Ort durch die unmittelbare Zuweisung der Mittel und Stellen aus dem Ganztagsbereich an die Schulträger die Möglichkeit, im weiterführenden Bereich alle drei Ganztagsprofile – und folglich auch gebundene Ganztagsschulen - einzurichten. Wenn jedoch in Ermangelung eines entsprechenden Bedarfs an anderen Schulen insbesondere des ländlichen Raums noch nicht einmal die SPD-geführten Landkreise ihre Stellenzuweisungen in das Profil 3 geben, kann es nicht verwundern, dass die SPD ihr Ganztagskonzept wie Sauerbier anbieten muss. Wir wollen demgegenüber die Vielfalt der unterschiedlichen Ganztagsangebote und die freie Wahl der Eltern in ihrer Entscheidung über die Wahrnehmung oder Ablehnung der Angebote auch weiterhin die maßgebliche Konstante beim Ausbau der Ganztagsangebote. Die SPD darf  bei ihren Plänen zum Zwangsausbau nicht die Schulgemeinden vor Ort zurücklassen“, so Schwarz.

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Armin Schwarz

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Kulturpolitischen Ausschuss

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