„Mit dem größten Ganztagsprogramm in der Geschichte unseres Bundeslandes setzt die Regierungskoalition aus CDU und GRÜNEN den erfolgreichen Ausbau eines bedarfsorientierten Ganztagsangebotes in Hessen unvermindert fort. Vor dem Hintergrund einer bundesweit einzigartigen Schwerpunktsetzung und Ressourcensteuerung in den Bildungsbereich stellt die Landesregierung im Rahmen des Paktes für den Nachmittag sicher, dass allen Eltern ein freiwilliges und den regionalen Bedürfnissen vor Ort angepasstes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr zur Verfügung steht. Alleine in den sechs Pilotregionen werden die Stellen zum kommenden Schuljahr 2015/16 um 145 aufgestockt; darüber hinaus erhalten auch die Regionen, die nicht am Pilotversuch teilnehmen, nochmals 85 zusätzliche Stellen zur Ausweitung der Ganztagsangebote. Über den bereits heute erreichten Rekordwert von 1.731 Stellen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal im Ganztagsbereich hinaus, garantiert die Landesregierung somit auch künftig ein bislang unerreichtes Investitionsvolumen in den Ausbau der Ganztagsangebote und bundesweit vorbildhafte Rahmenbedingungen für bestmögliche Bildungs- und Zukunftschancen der hessischen Schülerinnen und Schüler“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz, in der Plenardebatte zum weiteren Ausbau der Ganztagsangebote.

„Der Ausbau im Ganztagsbereich in Hessen beruht jedoch nicht nur auf einer optimalen personellen und finanziellen Ausstattung, sondern auch auf den qualitativ entscheidenden Voraussetzungen der Angebotsvielfalt und der Bedarfsgerechtigkeit. Die familiären, sozialen, beruflichen und regionalen Umstände der betroffenen Schüler und Eltern erlauben keine pauschalen Zuordnungen, sondern verlangen nach differenzierten und individuellen Ganztagskonzepten und einer bestmöglichen Berücksichtigung der sehr heterogenen Bedürfnisse. Durch die drei Säulen der Angebotsvielfalt, Wahlfreiheit und Bedarfsgerechtigkeit orientiert sich die Koalition aus CDU und GRÜNEN daher am Einzelfall und vertraut auf die Kompetenz und die Einschätzung der Schulgemeinden und Kommunen. Statt zentralistischer Lösungen soll vor Ort unter Einbeziehung der Eltern darüber entschieden werden, ob diese für ihr Kind ein Halbtags- oder Ganztagsangebot wünschen und ob diese eine Betreuung an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten oder eine durchgängige Beschulung von morgens bis abends an fünf Tagen in der Woche bevorzugen. Bereits heute haben die Schulträger dabei durch die unmittelbare Zuweisung der Ganztagsmittel an die Städte und Kreise die Möglichkeit zur Einrichtung von gebundenen Ganztagsschulen“, so Schwarz.

„In Ermangelung eines Interesses vor Ort schüttet die SPD daher wieder einmal das Kind mit dem Bade aus und beantragt in der Wiederaufnahme ihres alten Ladenhüters die willkürliche und zentralistische Umwandlung von jährlich 100 Grundschulen in gebundene Zwangsganztagsschulen. Einem solchen doktrinären Ansatz setzen wir als CDU-Landtagsfraktion auch weiterhin die freie Wahl der Eltern in ihrer Entscheidung über die Wahrnehmung oder Ablehnung als maßgebliche Leitlinie beim Ausbau von Ganztagsschulen entgegen“, so Schwarz.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ansprechpartner

Armin Schwarz

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Kulturpolitischen Ausschuss

+49 5631 503330
a.schwarz@ltg.hessen.de