• Verbraucherschutz hat stets höchste Priorität
  • Umfassender Rückruf und Schließung des Betriebs waren zwingende Konsequenzen
  • Erste Schlussfolgerungen der Landesregierung weisen in die richtige Richtung
  • Nicht alle Metzgereien über einen Kamm scheren

Anlässlich der Debatte im Hessischen Landtag zum Thema Wilke-Wurst erklärt die Sprecherin für Verbraucherschutz der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Lena Arnoldt:

„Der Schutz der Verbraucher und die Sicherheit unserer Lebensmittel haben höchste Priorität. Deshalb ist es besonders tragisch, dass es durch keimbelastete Wurstwaren der nordhessischen Firma Wilke zu Erkrankungen und Todesfällen gekommen ist. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer und den Menschen, deren Gesundheit durch das verantwortungslose Handeln des Unternehmens geschädigt wurde.

Durch den Rückruf der Waren und die Schließung des Unternehmens wurden richtige erste Schritte zum Schutz vor weiteren Belastungen umgesetzt. Nun gilt es, diese Vorfälle umfassend aufzuarbeiten und Lehren daraus zu ziehen, damit sich ein solcher Skandal nicht wiederholen kann. Dabei müssen rechtliche, personelle und sachliche Rahmenbedingungen auf den Prüfstand. Die Behörden müssen hier schneller und entschiedener eingreifen können und die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Ebenen müssen besser werden. Die Kompetenzen der Task Force Lebensmittelsicherheit müssen wir effizienter einsetzen. Und wir müssen uns auch anschauen, ob die Sanktionsmöglichkeiten für solch drastische Vertrauensbrüche von Unternehmen ausreichend sind.

Die Landesregierung hat hier bereits wichtige Maßnahmen aufgezeigt und eingeleitet. Wir werden gemeinsam die nötigen Konsequenzen ziehen – nicht mit Schnellschüssen, sondern nach sorgfältiger Analyse. Bei aller Aufklärung dürfen aber nicht alle Fleischerei-Betriebe über einen Kamm geschoren werden. Die ganz überwiegende Zahl der lebensmittelverarbeitenden Betriebe arbeitet ordentlich, sauber und sorgfältig und produziert unbedenkliche Lebensmittel. Gerade kleine Betriebe und Metzgereien vor Ort dürfen nicht wegen des Fehlverhaltens Einzelner mit unverhältnismäßigen Auflagen sanktioniert werden.“

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Ansprechpartnerin

Lena Arnoldt

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Sprecherin im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

+49 6621 73955
l.arnoldt@ltg.hessen.de