"Es muss wieder eine verstärkte gesellschaftliche und kritische Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte geben", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Axel Wintermeyer, anlässlich des 48. Jahrestages des Mauerbaus am 13. August. "Es gibt viele Studien, die belegen, dass gerade die jüngere Generation wenig mit der deutsch-deutschen Teilung anfangen kann. Hier sind die Schulen gefragt das Interesse zu wecken", sagte Wintermeyer. Es könne nicht hingenommen werden, dass die vielen Opfer des Unrechtsregimes, sei es an der Mauer oder in den Stasi-Gefängnissen, und die kollektive Unfreiheit eines ganzen Volkes, die das kommunistische Regime zu verantworten habe, in Vergessenheit geraten.

"Wenn die Lehrer, meist in Ostdeutschland, unsere Schülerinnen und Schüler nicht mit der DDR-Vergangenheit konfrontieren wollen, dann muss die Politik in den Lehrplänen konkrete Vorgaben machen", forderte Wintermeyer. In Projektwochen, durch Zeitzeugenbefragungen oder Besuchen in Gedenkstätten könne man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Der Geschichtsunterricht müsse daher lebendiger und anspruchsvoller werden. ?Die DDR war alles andere als ein Kuschelstaat", so der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion.
"Der Mauerbau war ein Inbegriff des Kalten Krieges - der Trennung Deutschlands. Dennoch empfinden selbst Politiker der Linken im Hessischen Landtag die DDR nicht als Unrechtsstaat", so Wintermeyer. 
Deshalb müssten sowohl die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur als auch die Kontinuität zwischen der SED und ihren Nachfolgeorganisationen stärker herausgestellt werden. So habe die Deutsche Friedensunion (DFU), deren hauptamtlicher Geschäftsführer der heutige Linken-Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag Willi van Ooyen ist, noch 1989 über drei Millionen Mark von Honeckers Unrechtsregime erhalten.

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