Die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Bettina M. Wiesmann, und die kinderpolitische Sprecherin, Claudia Ravensburg, sagten im Landtag, dass infolge des Ausbaus der Kinderbetreuung für unter Dreijährige und der angestrebten Qualitätsverbesserung mehr Personal benötigt würde. "Wir brauchen mehr Erzieherinnen und Erzieher sowie andere geeignete Fachkräfte, um unseren selbstgesetzten Ansprüchen nach mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten und zugleich mehr Qualität gerecht zu werden", stellte Ravensburg fest.

Die Mindestverordnung trete daher wie vorgesehen zum 1. September 2009 in Kraft.  "Es bleibt dabei, dass die Gruppen in der Kinderbetreuung kleiner werden und mehr Personal eingestellt wird", stellte Wiesmann fest. "Damit die Träger diese Auflagen erfüllen können, bekommen sie Zeit bis September 2012 ? Zeit, um die sie gebeten haben." Das Land trage ab Inkrafttreten der Verordnung die Personalkosten, die den Trägern dadurch zusätzlich entständen. "Dies ist eine elastische Lösung, die die Verantwortung dort belässt, wo sie hingehört ? vor Ort."
Die Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher seien in den letzten Jahren um über 800 Plätze ausgebaut worden.  Weitere Ausbildungsstandorte würden derzeit geprüft. Überdies würden die Kitas mit der Mindestverordnung für breiter und besser qualifiziertes Personal geöffnet. "Für weitere Verbesserungen muss man einen intensiven Dialog mit den Trägern der Kinderbetreuungseinrichtungen und der Bundesagentur für Arbeit führen. Wir müssen das Thema in Zukunft konsequent weiterverfolgen und begleiten", sagten Wiesmann und Ravensburg abschließend.

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