"Hessen ist beim Ausbau der Kleinkindbetreuung vorne. Wir haben das Thema Familienpolitik in Hessen in den letzten Jahren aus seinem Schattendasein befreit und in den Mittelpunkt der Landespolitik gestellt", betonten die familien- und die kinderpolitischen Sprecherinnen der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Bettina Wiesmann und Claudia Ravensburg, mit Blick auf die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. "Hessen ist beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bundesweiter Spitzenreiter der westdeutschen Flächenländer", stellte Ravensburg fest. Auch bei der Betreuungsquote sei man im Spitzenfeld.

Die CDU-FDP-Koalition habe in ihrem Koalitionsvertrag die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei voller Wahlfreiheit der Eltern als "besonderes Anliegen" hervorgehoben. Daher solle der Weg des Ausbaus qualitativ hochwertiger Betreuungsangebote weiter erfolgreich fortgesetzt werden, zitierte Wiesmann aus dem Koalitionsvertrag. "Wir haben die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren mehr als verfünffacht. Mit den Programmen BAMBINI und KNIRPS haben wir die Haushaltmittel für die U3-Betreuung im Jahr 2008 noch einmal auf 90 Millionen Euro verdoppelt. Das ist ein wichtiger Baustein in Richtung echte Wahlfreiheit", so Wiesmann. Insgesamt habe man im Jahr 2008 die Mittel zum Ausbau der Betreuungsquote für Kinder gegenüber dem Jahr 1999 vervierfacht.
Der Politik komme insgesamt die Aufgabe zu, positive Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen. "Wir werden das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren zügig weiter ausbauen und den vom Bund für 2013 vorgeschriebenen Versorgungsgrad von 35 Prozent durch die Einführung eines Bonussystems, das die zügige Schaffung von Betreuungsplätzen belohnt, vorzeitig erreichen. Dabei soll der Ausbau der betrieblich geförderten Kinderbetreuung, insbesondere auch von kleinen und mittleren Unternehmen, unterstützt werden", sagte Ravensburg. Auch solle durch gezielte Förderanreize die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen flexibilisiert werden, um den verschiedenen Anforderungen der Arbeitswelt an Mütter und Väter besser gerecht zu werden, so die Fachsprecherin.
Die beiden CDU-Politikerinnen betonten, dass mit der "Familienstadt mit Zukunft" Frankenberg ein besonderer Schwerpunkt in Nordhessen gesetzt werde. Ziel des Modellversuchs des Landes sei es, den demographischen Trend umzukehren und die Geburtenrate zu steigern. Zahlreiche Projekte seien dort bereits realisiert, wie das Neugeborenen-Konto, die Zukunftswerkstatt "Eine Welt ohne Kinder in 50 Jahren", das Familienbüro, eine Einkaufskinderbetreuung und ein Familiencafé, die Ausbildung von Tagesmüttern und vieles mehr.

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