"Ministerpräsident Roland Koch hat Hessen zukunftssicher gemacht. Mit seiner Wahl zum Hessischen Ministerpräsidenten am 7. April 1999 begannen für das Land Hessen gute und erfolgreiche Jahre. Wir zollen ihm daher unseren höchsten Respekt vor seiner Leistung", betonte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, anlässlich eines Empfangs der Fraktion zum 10jährigen Jubiläum ihres Fraktionsmitglieds Roland Koch als Hessischer Ministerpräsident. Wagner erinnerte in seiner Rede an die politischen Stationen Kochs. Koch, der 1987 erstmals als Wahlkreisnachfolger seines Vaters Karl-Heinz Koch in den Landtag eingezogen sei, habe "sehr früh sein großes Talent im Landtag als umweltpolitischer Sprecher unter Beweis gestellt".

"Die Rededuelle mit Joschka Fischer waren faszinierende Wortgefechte, die Kochs Bekanntheit und damit seine Karriere entscheidend förderten", sagte der Fraktionsvorsitzende. Bereits Ende 1990 sei Koch mit 32 Jahren Fraktionschef und 1998 Landesvorsitzender der CDU Hessen geworden.
Vor der Landtagswahl im Jahr 1999 sei Hessen ein sozialdemokratisch geprägtes Land gewesen, trotzdem habe Koch die Wahl gewonnen, so Wagner weiter. "Am meisten beeindruckt hat mich im Jahr 1999 nicht der Wahlkampf und das außerordentliche Gespür für politische Themen, sondern die Art und Weise, wie Roland Koch direkt nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten begann, das Land zu regieren. Seine erste kritische Frage lautete ‚Was gehört dem Land eigentlich?'", erzählte Wagner. Koch habe als erster Ministerpräsident "wirklich wissen wollen, wie es um das Land bestellt ist".  Das Ergebnis dieser Frage sei die Einführung des Hessischen Baumanagements (HBM) und die Neue Verwaltungssteuerung (NVS) gewesen.
"Bei solch viel versprechendem Anfang verwundert es niemand, dass die Regierungsbilanz nach 10 Jahren äußerst positiv ausfällt: 

Der Ausbau der Flughäfen Frankfurt und Kassel-Calden mit zehntausenden neuen Arbeitsplätzen,

die Modernisierung der unter Rot-Grün vorsintflutlich ausgestatteten Verwaltung,

die Rekordaufklärungsquote, die Hessen so sicher wie nie zuvor macht,

die Beseitigung des Unterrichtsausfall,

der Ausbau der Betreuungsplätze bei Kindern unter drei Jahren,

die Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie,

das Musterland der Integration

und der Spitzenreiter bei Innovationen
- man könnte endlos weitere Spitzenleistungen aufzählen", listete Wagner die Erfolge des Ministerpräsidenten auf. Auch sei Koch das "Kulturland Hessen" und dessen kulturelles Erbe wichtig, um die "Identität der Bürger mit ihrem Land zu verbessern". Dabei sei er mit der Kasseler Museumslandschaft, dem Erwerb des Erbacher Schlosses und der Kellerei Steinberg  "mutige Wege" gegangen, so Wagner weiter. Wagner hob auch den bundespolitischen Einfluss Kochs hervor, der bereits 1999 Bundesratspräsident war und "über den Bundesrat hinaus die Unternehmenssteuerreform und die Erbschaftssteuerreform gestaltet" habe.
Koch sei ein "Fachmann auf allen Gebieten", betonte Wagner. Er sei "in jedem Thema so versiert, dass er innerhalb weniger Wochen jedes Fachressort führen könnte, als hätte er nie etwas anderes gemacht". Seine Wirtschaftskompetenz sei gerade jetzt in Zeiten der Krise wichtig. Mit "klaren Worten" könne Koch "einen Saal von seinen Inhalten überzeugen". "Sein Mut zu unpopulären Themen ist eine Eigenschaft nicht aus Lust an der Konfrontation, sondern aus Verantwortungsgefühl gegenüber Hessens Bürgern. Seine Besonnenheit und seine Verlässlichkeit in schwierigen Zeit machen ihn zu einem herausragenden Krisenmanager", sagte Wagner.  Der CDU-Politiker erinnerte schmunzelnd an das "schwierige letzte Jahr": Kein Politiker sei "zweimal auf seinen gepackten Koffern gesessen und war ein Jahr danach immer noch im Amt".
"Diese Eigenschaften verbunden in einer Person mit seiner Intelligenz, seinen analytischen Fähigkeiten und seiner ausgeprägten Selbstdisziplin machen ihn zu einem streitbaren Politiker mit Ecken und Kanten. Die Politik braucht solche Persönlichkeiten wie Roland Koch!", schloss Wagner.
 

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