Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, hat davor gewarnt, zu glauben, der Rücktritt des Alt-Kommunisten Pit Metz von der Spitzenkandidatur ändere "irgendetwas am sozialistischen Gedankengut“ und "dem Geist" für den die hessische Linke stehe. "Personal ist austauschbar. Das Gedankengut bleibt. Zumal Peter Metz von der hessischen Linken ja genau für das gewählt wurde, wofür er steht und was er in seiner Rede auf dem Parteitag deutlich ausgesprochen hat: Kommunismus, Systemwechsel und die unsägliche Verharmlosung des Schießbefehls in der ehemaligen DDR. Wer glaubt, dieses Gedankengut verschwinde, nur weil Herr Metz sich von der Spitzenkandidatur zurückzieht, der irrt gewaltig. Die ihn gewählt haben, bleiben. Und es ist davon auszugehen, dass auch er auf einem der vorderen Listenplätze bleibt", warnte Wagner.

Als "rein taktisches Manöver" der  Bundes-Linken, um wieder für eine Zusammenarbeit mit Frau Ypsilanti und Herrn Al-Wazir werben zu können, hat Wagner den Rückzug von Metz bezeichnet. Man spekuliere darauf, "dass die ablehnende Haltung der SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti zu einem Bündnis mit der Linkspartei nach dem Erlangen einer rechnerischen Mehrheit nicht mehr lange Bestand haben würde", zitierte der CDU-Politiker aus der FAZ von heute. "Frau Ypsilanti wird - wie auch die Berliner SPD – keinen Moment zögern, mit der Linkspartei Mehrheiten im Parlament zu suchen. Auch Holger Börner ist mit den Grünen, die er einst mit der Dachlatte verprügeln wollte, ein Bündnis eingegangen". Das gelte für die hessische SPD erst recht, die von der Schul- bis zur Sozialpolitik inhaltlich mit der Linken in Hessen übereinstimme. "Immerhin wissen die Menschen in Hessen seit der Gründung der Linken, welcher Geist dort wirklich weht", so Wagner. Es bleibe dabei, dass Hessen nun "nicht nur eine extrem linke SPD, den linkesten Grünen-Landesverband, sondern ob mit oder ohne Metz auch die linkeste Linke in Deutschland" habe, stellte der CDU-Politiker klar. "Das hat Hessen nicht verdient, dass die Linke in das Landesparlament einzieht", so Wagner abschließend.

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